Down-Syndrom – eine vielseitige Behinderung, die viel Geduld und Einfühlungsvermögen erfordert.
Die Abtreibung eines Kindes mit Down-Syndrom ist rein rechtlich gesehen sogar noch kurz vor der Geburt möglich und tatsächlich werden auch neunzig Prozent dieser Kinder wirklich abgetrieben.
Viele Frauen haben einfach Angst vor der drohenden Verantwortung, sie sind aufgrund der Diagnose geschockt und fühlen sich ohnmächtig. Manche sind auch wütend, die bohrende Frage nach dem ,,Warum” quält und lässt nicht los.
Die Abtreibung scheint da der vermeintlich leichtere Weg zu sein.
Natürlich bedeutet das Aufziehen eines solchen Kindes mehr Verantwortung – aber eben auch eine größere Herausforderung. Solche Menschen benötigen zumeist besonders viel Zuneigung und Liebe und können dank der heutigen Medizin sogar siebzig Jahre alt werden.
Aber natürlich ist dieser Weg nicht einfach, er erfordert besonders viel Geduld und Aufopferung.
Viele Eltern haben auch andauernde Ängste und gestehen dem Kind keinerlei Selbstständigkeit zu, dabei haben besonders Menschen mit Down-Syndrom oftmals viele Möglichkeiten: Es gibt Fälle, wo Zwanzigjährige Studienvorträge halten.
Manchmal scheint es, als würde man in verschiedenen Welten leben, die Bedürfnisse des Kindes bleiben unerkannt, die Eltern sind überfordert. Der eine spricht die Sprache des anderen nicht.
Hier sollte man sich nicht scheuen, sich Hilfe zu suchen: Beispielsweise in Internetforen, wo man andere Eltern kennen lernen und sich über Probleme austauschen kann.
Und auch beruflich gibt es Chancen: Es ,,droht” hier nicht einfach nur die Behindertenwerkstatt, es gibt durchaus Projekte, bei denen auch ein junger Mensch mit Down-Syndrom beispielsweise als Kellner arbeiten kann.
Während des zweiten Weltkrieges wurden Menschen mit Down-Syndrom ermordert, in der DDR in Heimen ,,abgeschoben”. Sie sind eben ,,anders” und damit unakzeptabel, wollte die Gesellschaft sagen.
Ich finde es schön, dass diese Menschen – wenn auch nur sehr langsam – ihren Platz in dieser Gesellschaft finden, dass wir sie als einen Teil von ihr auch akzeptiert haben. Natürlich sind diese Menschen ,,anders”, aber ,,Anderssein” ist ja nicht gleichbedeutend mit ,,schlechter sein” – im Gegenteil: Oftmals glänzen sie mit herausragenden Leistungen, hohen Intelligenzquotienten oder Talenten und Fähigkeiten, von denen wir nur träumen können. Würden wir mit offenen Augen hinschauen, gibt es eine Menge, was wir von diesen besonders sensiblen Menschen lernen können.
Und ich hoffe, die Frauen unserer Zeit werden mutiger und selbstbewusster, ,,Ja” zu so einem Kind sagen zu können und die Herausforderung anzunehmen. Neunzig Prozent – eine wirklich erschreckende Zahl, wie ich finde, wo ein Schwangerschaftsabbruch ohnehin immer ein psychologisches und ethisches Dilemna bedeutet.
Oktober 20th, 2008 um 18:37
[...] auffälliges Down-Syndrom ist relativ schnell erkannt, aber wenn ein Kind eine seltene Behinderung aufweist, dauert es [...]
Oktober 25th, 2008 um 14:52
[...] tun, um Menschen generell zu helfen, ihre Aufgabe voll auszuführen? Wie kann man Menschen mit Behinderung auffangen, die hierbei Hilfe suchen? Und wie verhelfe ich einem behinderten Paar mit Kind zu ihrer [...]
November 17th, 2008 um 21:45
[...] geschrieben, was ich über Spätabtreibungen denke, wenn es darum geht, Babys mit einer Behinderung abzulehnen. In dem Artikel geht es um eine Frau, die ein normales Leben führt. Mit einem Mann, [...]
November 23rd, 2008 um 22:26
[...] Artikel ausschließlich über das kindliche Altern, also dem Hutchinson-Gilford-Progerie-Syndrom [...]
Dezember 15th, 2008 um 23:15
[...] – was hilft? – Lachen. Im Seminar wurde alles nicht ganz so ernst genommen. Menschen, mit dem Down-Syndrom waren eben die ,,Downies” und über alles, was nur geht, wurde herzhaft gelacht. Es hilft [...]
März 21st, 2009 um 22:21
[...] mit einem Down Syndrom leben heute sehr viel selbstbestimmter und glücklicher als noch vor wenigen Jahren. Sie werden [...]