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Alzheimer – Ratschläge zum Umgang mit Demenz-Kranken

Alzheimer kann einen geliebten Menschen im Alter ganz und gar verändern. Die elementarsten Tätigkeiten werden plötzlich zur Herausforderung, das Erinnerungsvermögen lässt nach und das Wesen kann sich bis in die Bösartigkeit verkehren. Aber wie geht man als Angehöriger damit um? Wir haben ein paar Ratschläge für Sie.

Alzheimer ist eine Form der Demenz, die überwiegend im Alter auftritt und mit dem Verlust der geistigen Funktionen und der Verschlechterung kognitiver Leistungsfähigkeit einhergeht. Die Krankheit wirkt sich wie eine Art Behinderung auf Denken, Erinnern und Orientierung aus. Oft erkennen Alzheimer-Kranke nicht einmal ihre engsten Verwandten und Angehörigen wieder. Das tut in der Seele weh, ist aber keine böse Absicht des Erkrankten. Wie Sie am besten mit Demenz-Kranken in ihrem Umfeld umgehen, erfahren Sie hier.

Den Umgang mit Alzheimer-Kranken erlernen

Barrierefrei mit Alzheimer-Kranken umzugehen gestaltet sich häufig schwierig. Angehörigen fehlt oft das Verständnis für die veränderten Verhaltensweisen. Der geliebte Mensch ist nicht wieder zu erkennen, bekannte Wesenseigenschaften scheinen vollkommen verloren gegangen zu sein. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken! Denken Sie stets daran: der Kranke hat die aktive Kontrolle über sein Verhalten zum Großteil verloren, er kann sich nicht mäßigen, in dem was er tut. Bestrafen Sie ihn nicht dafür, indem Sie sich nicht mehr um ihn kümmern.

Der Schein trügt

Lassen Sie sich auch nicht von der äußerlich oft guten Verfassung der erkrankten Person täuschen. Auch wenn er eine rosige Gesichtsfarbe aufweist und einen rüstigen Eindruck macht, die Krankheit breitet sich hinter der Fassade aus.

Demenz-Kranke verstehen

Wenn Sie Demenz-Kranke verstehen wollen, müssen Sie stets versuchen sich in ihre Lage zu versetzen. Stellen Sie sich vor, man setzt Sie in einem fremden Land aus, das Ihnen mit seinen Menschen, Sitten und Gebräuchen völlig unbekannt erscheint und alle reden auf Sie ein, was Sie zu tun und zu lassen haben und was Sie eigentlich können sollten. Würde Sie da nicht auch die Wut auf sich selbst und die Menschen um Sie herum packen? Der Kranke verspürt den Druck, der auf ihm lastet und entwickelt Angst und Ärger über sein Unwissen und die scheinbar unerfüllbaren Forderungen der Mitmenschen.

Umgangsregeln auf einen Blick

Wichtig ist, dass Sie den Kranken so wenig wie möglich unter Druck setzen und keine hohen Leistungsmaßstäbe ansetzen.

Klare, kurze Anweisungen in liebevollem aber bestimmtem Ton sorgen für die erleichterte Verständigung.

Haben Sie Geduld und wiederholen wichtige Informationen bei Bedarf.

Nehmen Sie Anschuldigungen oder Vorwürfe nicht so Ernst, überhören Sie sie gekonnt!

Lassen Sie dem Kranken seine Meinung und führen keine sinnlosen Diskussionen mit ihm. Loben Sie ihn lieber, anstatt ständig Kritik auszuüben.

Schaffen Sie Gewohnheiten und geregelte Tagesabläufe, das bietet dem Kranken eine Orientierungshilfe.

Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt über Vor- und Nachteile der medikamentösen Therapieform bei Alzheimer. Möglicherweise kann Sie dem Kranken Erleichterung bringen und den Umgang mit Ihm verbessern.

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