Alltag

Barrierefreie Bahn in Berlin – Allgemeine Übersicht über den Stand der Dinge

Barrierefreiheit: Das sollte zunächst das Ziel sein, vor allem in einer Großstadt wie Berlin. Hapert es an der Umsetzung einer barrierefreien Bahn oder befindet sich Berlin auf dem Weg der Veränderung in eine 100% barrierefreie Stadt?

Barrierefreiheit bezieht sich auf verschiedene Aspekte des alltäglichen Lebens. Barrierefrei oder behindertengerecht können z.B. bauliche Anlagen, technische Gebrauchsgegenstände oder eben öffentliche Verkehrsmittel, wie die S- und U-Bahn in Berlin, sein. Als barrierefrei werden sie bezeichnet, wenn es Menschen mit Behinderungen, dies können Rollstuhlfahrer, Senioren, schwangere o.ä. sein, möglich ist diese in der üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und ohne fremde Hilfe, zu benutzen.

Berlin tut etwas für Barrierefreiheit

Zum Thema Barrierefreiheit im Zusammenhang mit Berlin finden sich viele Artikel über eine „neue“ Zielgruppe in der Tourismusbranche, die es gilt durch neue Angebote zu erschließen. Doch was tut die Stadt bzw. die Bahn für ihre mobilitätseingeschränkten Einwohner? Der Eindruck, dass es der Stadt daran gelegen ist Berlin behindertenfreundlicher zu gestalten und somit barrierefrei zu machen, lässt sich nicht leugnen. So hat beispielsweise der VBB einen Bus und Bahn Begleitservice eingeführt, als sogenanntes Entschuldigungspaket wegen der eingeschränkten Betriebsführung. Dieser kostenlose Service, täglich von 7-22 Uhr, bietet den Besitzern einer Monatskarte die Möglichkeit, solange die Fahrt einen Tag vorher angemeldet wurde, von den netten Mitarbeitern der Bahn, von A nach B gebracht zu werden. Mit öffentlichen Verkehrsmittel, selbstverständlich.

Auch zeigt einem der neue Fahrplan der BVG an wo sich barrierefreie Zugänge befinden. Doch wie oft standen Sie schon vor einem Schild auf dem stand: Aufzug defekt? Hier bietet der Onlinefahrplan zwar Abhilfe, denn er hält einen sogar auf dem Laufenden darüber, welcher Zugang wo defekt ist. Ob mobilitätseingeschränkte oder auch nicht-behinderte Personen jedoch bevor sie eine Fahrt antreten die Fahrpläne konsultieren oder die Aufzugsituation abchecken, bleibt natürlich fraglich.

Der Trend deutet auf eine barrierefreie Zukunft hin

Beim Umbau des Ostkreuzes oder aber beim Bau des neuen Hauptbahnhofs, ist es selbstverständlich, dass Rolltreppen und Aufzüge die Etagen miteinander verbinden und somit für Barrierefreiheit sorgen. Doch dies sind wiederum Orte, die stark mit dem Tourismus verbunden sind.
Eine erfreuliche Nachricht hatte die BVG jedoch zu verbuchen, als sie Ende 2009 verkünden konnte, dass alle Busse, einschließlich der Doppeldecker, barrierefrei sind.

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