Die Hippotherapie - manchmal liest man auch von Reittherapie oder ähnlichem, doch gemeint ist immer eine Therapie mit Pferden. Besonders Menschen mit halbseitigen Lähmungen oder Muskelverkrampfungen hilft diese Methode.
Diese Therapiepferde sind nicht x-beliebige Pferde vom Tiermarkt, sondern speziell ausgewählte Pferde mit einem ruhigen Gemüt, so dass den Menschen durch die ausstrahlende Ruhe der Pferde im Vorfeld schon die Angst genommen wird.
Menschen mit einer halbseitigen Lähmung lernen durch diese Therapieform beispielsweise ein Gefühl für ihre Körpermitte zu entwickeln. Auf dem Pferd zu sitzen erfodert ein aktives Ausgleichen der Bewegungen des Tieres, somit werden bisher zu wenig belastete Muskeln gefordert und andere Muskelpartien können sich entspannen. Doch davon abgesehen schafft selbstständiges Reiten ein großes Selbstvertrauen. Es können Freundschaften mit dem Pferd aufgebaut werden und einfach unvergessliche Erfahrungen mit diesen großen Tieren gemacht werden. Allerdings ist die Hippotherapie kein Allheilmittel es gibt einige Erkrankungen und Behinderungen die sich durch Reitstunde eher verschlimmern würden.
Menschen mit einer Entzündung der Wirbelsäule oder einem aktiven Schub von Multipler Sklerose sollten lieber nicht auf ein Pferd steigen. Wenn Thrombosen oder Embolien zu befürchten sind ist von diese Therapie ebenfalls abzuraten. Auch Patienten mit Bluterkrankeit oder eben einer Pferdehaar-Allergie sollten sich besser über andere Optionen informieren.
Doch leider wurde vor sechs Jahren die Hippotherapie aus den Katalogen der Krankenkassen gestrichen. Die Gründe liegen auf der Hand, die Hippotherapie ist sehr teuer. Und der therapeutische Nutzen stünde nicht im Verhältnis. Aber meiner Meinung nach liegt der Nutzen der Hippotherapie eben nicht im messbaren Bereich. Natürlich hilft er Muskelverkrampfungen zu lindern, eine bessere Balance zu erhalten und so weiter, dass man das auch auf anderem Wege erreichen kann, dem stimme ich voll und ganz zu. Doch was ist mit der seelischen Verfassung der Betroffenen? Ein Gerät aus Eisenstangen und Schaumstoffpolstern freundet sich nicht mit mir an. Es hat auch keinen eigenen Willen mit dem ich mich auseinander setzen muss. Ich kann mich damit nicht unter freiem Himmel bewegen. Ich finde es unverantwortlich von den Kassen diese Leistung einfach so zu streichen.
Wer sich für diese Therapieform interessiert kann sich zum Beispiel an das “Deutsche Kuratorium für therapeuthisches Reiten” wenden. Hier kann man nähere Informationen zum therapeutischen Reiten und zu angebotenen Reitbeteiligungen erhalten
Er ist mittlerweile wirklich berühmt geworden, hat seine eigene Webseite, man kann ihn für Vorträge buchen und er hat eine einzigartige Initiative ins Leben gerufen. Doch warum geht es dabei eigentlich? Jesse hatte schon als er klein war angefangen zu surfen, was sich in Kalifornien ja auch anbietet. Er wurde schnell erfolgreich und surfte bei Wettbewerben in Hawaii, Tahiti, Indonesien, Mexiko und Costa Rica. Man schlug vor, dass er anfangen sollte professionell zu surfen, sein großer Traum.
Doch am 25. März 1996, er war gerade einmal 17 Jahre alt, wurde er von einer Welle kopfüber auf eine Sandbank geschleudert. Er konnte seinen Körper nicht mehr bewegen und trieb hilflos mit dem Gesicht im Wasser. Jesse hatte riesiges Glück von einer Welle wieder auf den Rücken gespült zu werden, so konnte er seine Freunde zu Hilfe rufen. Doch ab diesem Tag war er querschnittsgelähmt. Der Traum vom Pro-Tour-Surfer war vorbei.
Heute, 12 Jahre später, ist Jesse voll im Leben. Er ist wieder im Wasser, surft, und hat die “Life Rolls On”-Foundation gegründet. Diese Initiative besteht sowohl aus körperlich-behinderten und unbehinderten Menschen, die sich gegenseitig motivieren, Events planen und sich gegenseitig helfen. Der nächste Surf-Event zum Beispiel findet im März statt, leider in La Jolla Shores in San Diego, anmelden kann man sich kostenfrei auf der Hompage von Life-Rolls-On. Doch auch wenn es ein bisschen sehr weit ist für einen Tag nach Kalifornien zu fliegen, so finde ich kann man trotzdem eine Menge Inspiration aus der Initiative ziehen. Unter dem Beitrag könnt ihr ein Video mit kurzen Interviews der Teilnehmer vom letzten Jahr sehen und wie sie sich im Wasser bewegen konnten. Alle waren rundum begeistert und erzählten, man würde völlig vergessen in einem Rollstuhl zu sitzen wenn man erst mal auf dem Surfbrett im Ozean liegt und sich von einer Welle tragen lässt.
Rollstuhlrugby ist ein Sport, den nur Spieler ausüben können, die mindestens an drei Gliedmaßen eingeschränkt sind. Es ist ein Mannschaftssport, der mittlerweile in 20 Ländern gespielt wird und ist eine paralympische Sportart. Anfangs hieß dieser Sport aufgrund seiner Härte “Murderball”. Und der Name Rollstuhlrugby kam erst einige Jahre später. Diese Sportart gibt es seit 1970 und stammt ursprünglich aus Kanada. In Deutschland gibt es mittlerweile sehr viele Organisationen, die sich für Menschen einsetzen, die diesen Sport ausüben möchten. Die offizielle Rollstuhlrugby Homepage Deutschlands ist folgende: http://www.rollstuhl-rugby.de.
Damit jede Mannschaft ungefähr gleich stark ist, werden die Spieler auf einer Punktezahl je nach ihrer Einschränkung eingeordnet. Eine Mannschaft darf nicht mehr als 7 Punkte erreichen. Pro Spieler gibt es eine Punkteskala von 0,5 bis 3,5. Ein Team besteht jeweils aus 4 Spielern. Gespielt wird 4x acht Minuten plus eventuelle Auszeiten. Als Spielfläche dient ein normales Basketballfeld. Die Spieler sitzen in speziellen Rollstühlen und spielen entweder als Angreifer oder Verteidiger, je nachdem, wer aufgrund welcher Einschränkung besser für die jeweilige Rolle beschaffen ist. Ziel des Spieles ist es den Ball über die gegnerische Torlinie zu bringen. Jeder Körperkontakt wird als Foul geahndet, aber Rollstuhlkontakte sind erlaubt! Außerdem dürfen maximal 3 Spieler verteidigen.
In Deutschland wird am 28. – 29.03.2008 der EuroCup im Rollstuhlrugby stattfinden.
Es ist schön zu sehen, dass Menschen, die leider etwas eingeschränkt sind, sehr viel Spaß
an diesen Sport zeigen und es in Deutschland auch schon etliche Vereine gibt.
Turniere werden in Deutschland mehrere im Jahr ausgetragen und so können sich die Spieler immer wieder über Events freuen, bei denen sie auch etwas erreichen können in ihrem Sport.