Barrierefrei

Behinderungen im Alltag
 


Archiv: Blindenhilfe

Brailleschrift benötigen blinde Menschen um lesen können. So ermöglicht man auch Sehbehinderten in allen Bereichen der Literatur lesen zu können. Doch die Brailleschrift gibt es erst seit 1825. Entwickelt wurde sie von dem Franzosen Louis Braille.

Braille ist in einem Punktmuster aufgebaut. Damit fühlen Blinde also die Zeichen, da sie von hinten in das Papier gepresst werden. Die kleinen Erhöhungen sind dann mit den Fingerspitzen abtastbar. Doch längst nicht alle Bücher sind auch in Brailleschrift zu bekommen.
Brailleschrift©flickr/Larsz

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Der Sigmatismus, umgangssprachlich als Lispeln bezeichnet,  ist ein Sprechfehler für den Konsonant [s]. Der Laut wird falsch an oder zwischen den Zähnen gebildet, sollte normalerweise jedoch hinter den Zähnen an den Alveolen gebildet werden.

Sprachstörungen sind in den meisten Fällen nicht auf Krankheiten oder Fehlbildungen zurückzuführen, sie haben eine Indikatorfunktion und können deshalb auf Störungen im psychischen, mentalen oder sozialen Bereich hinweisen. Sigmatismus bei Kindern in der Sprachentwicklung, ©flickr by ReclaBox

Gerade bei Kinder tritt dieses Phänomen im Laufe der Sprachentwicklung auf. Doch je früher die entwicklungshemmenden Ursachen erkannt und beseitigt werden, desto besser sind die Voraussetzungen für eine normale Sprachentwicklung und. ein Verschwinden der Sprachstörung. Bei Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte beispielsweise, kann heute die Spalte operativ schon so früh behoben werden, sodass die Sprachentwicklung ganz normal verläuft und eine logopädische Therapie nicht erforderlich ist.

Logopädische Behandlung bei Sigmatismus

Der Sigmatismus kann erfolgreich bei Kindern und Erwachsenen in einer logopädischen Praxis behandelt werden. Logopädie befasst sich mit der Diagnostik und Therapie von Kommunikationsstörungen. Sie beinhaltet die Beratung der Patienten und deren Angehörigen bei allen Störungen der Sprache, des Sprechens, der Stimme, des Sprechablaufs, des Schluckens sowie bei Störungen des Gehörs, soweit sich diese auf Sprache auswirken. In der Therapie von Kommunikationsstörungen werden verschiedene Therapieformen angewendet, welche jeweils abhängig vom Problem des Patienten selbst sind. So können ganz individuelle Lösungen gefunden werden. Die richtige Therapiefindung werde ich hier nicht weiter beschreiben, da es das Beste ist einen geschulten Arzt zu konsultieren und bei ihm oder ihr eine Beratung zu suchen.
Lokopädische Praxen finden sie online zum Beispiel im Stadtbranchenbuch.


Deutschland sitzt auf einem Schuldenberg und deshalb muss auch der Bürger deutlich sparen oder für den Staat drauf zahlen. Das könnten wir ja gerade eben noch so zähneknirrschend akzeptieren, aber worüber ich vorhin gestolpert bin, das geht im Grunde einfach mal überhaupt nicht!

Geld

Ein Mensch, der erblindet oder schon blind zur Welt gekommen ist, hat es im Leben nicht leicht, da der Mensch zur Orientierung meistens seine Augen nutzt. Wir lesen mit ihnen, erkennen, kommunizieren, nehmen wahr, sehen und genießen unsere Welt. Und das ist nur ein kleiner Bruchteil von dem, was ein blinder Mensch kompensieren muss. weiterlesen »


Als junger Mensch ist es oft ein bisschen schwierig, sich in die verworrene Welt eines behinderten Menschen einzufühlen. Oft begegnen sich da nicht nur zwei Menschen, sondern gar zwei ganze Welten. Oft helfen Bücher, diese Barrieren zu überqueren.

Bücherwelt

Eines davon heißt ,,Behalt das Leben lieb” von Jaap ter Haar, in dem es um einen dreizehnjährigen Jungen geht, Beer, der durch einen schlimmen Unfall für immer erblindet. Das Buch begleitet ihn seine erste Zeit und durch die schlimmsten Krisen hindurch, bis er den roten Faden des Lebens wieder aufnimmt und sich vorwärts traut. Das Leben ist ein anderes, das muss Beer lernen. Und sein altes ist nicht mehr wie vorher. Wird es nie wieder sein.

Wie der Titel des Buches verspricht, ist das Buch in liebevoller Sprache gehalten. Dass Behinderung kein Zuckerschlecken ist, wissen wir ja bereits. Aber das dieses Leben kein schlechteres ist, das wissen wir oft nicht, auch wenn wir etwas anderes behaupten. Insbesondere ein blindes Leben ist ein völlig anderes, da es in ganz anderen Welten stattfindet. Dieses Jugendbuch dient in vielen Schulen als Lektüre, um junge Heranwachsende an ein sensibles Thema selbstbewusst heran zu führen. Nicht einfach nur über den Tellerrand schauen, sondern diesen auch wirklich zu begreifen – das schafft dieses Buch. weiterlesen »


Schrieb ich gestern noch über eine ungehobelte Fluggesellschaft, so widme ich mich heute einem erfreulicheren Thema. Nämlich der wirklichen Barrierefreiheit, die durch das Enagement von Menschen zustande kommt.

Kerzenschein

,,Dialog im Dunkeln” kennt ihr sicherlich, oder? Zumindest sollte schon einmal jeder davon gehört haben. Das ist eine Ausstellung, die als Botschafter fungieren soll. Die ein Erlebnis schenkt, welches die Schubladen im Kopf umsortiert.
Beziehungsweise endlich einmal aufräumt! weiterlesen »


Tiere sind nicht nur unsere besten Freunde, loyal und treu ergeben, fürsorglich und wohl die ehrlichsten Wesen, die man sich vorstellen kann, sondern sie sind auch unsere Helfer, die unseren Alltag begleitend unterstützen.

Blindenhund

Besonders für diejenigen, die nicht behindert geboren, sondern durch einen Unfall oder Krankheit behindert werden, ist es schwer, sich mit der plötzlichen Einschränkung anzufreunden. Die einfachsten Dinge wachsen sich auf einmal zu unüberwindbaren Bergen aus und die Wanderschaft auf diesen erscheint einem im Moment noch wie eine halsbrecherische Klettertour, obwohl man schlimme Höhenangst empfindet. weiterlesen »


Computersoftware für Sehbehinderte gibt es schon lange. Die meisten Leute verstehen nicht, wie man am Computer arbeiten soll, ohne etwas zu sehen. Schließlich braucht man doch vor allem seine Augen am Rechner? Den Ton kann man ja abschalten, aber doch nicht das Bild? Für blinde oder sehbehinderte Nutzer ist es genau andersherum.

Hilfsprogramme, sogenannte Screen Reader, lesen den Text auf dem Bildschirm laut vor. Das funktioniert bei Word-Dokumenten einfacher als bei einer Website. Es existieren im Netz viele Projekte, die neue Screen Reader entwickeln. Bei der Einrichtung ist oft Hilfe nötig. Den ersten Schritt zur Verständigung zwischen Rechner und Mensch muss jemand machen, dessen Augen funktionieren. Dann aber kann der Anwender eigentlich alles tun, was mit angeschaltetem Bildschirm auch möglich ist.

Surfen im Internet. In Foren schreiben. Programmieren. Chatten. Eine tolle Sache! Damit das aber so funktioniert, ist beim Betreiber einer Website Fingerspitzengefühl vonnöten. Bilder sollten immer mit einem Alternativtext versehen werden, der beschreibt, was dort zu sehen ist. Das Programm kann sonst nicht richtig funktionieren.

Auch sollte zum schicken JavaScript immer noch eine Alternative mit reinem Text existieren. Wer heutzutage eine Website baut, der sollte sie auf jeden Fall behindertengerecht gestalten. Nicht nur aus Menschenliebe. Sondern auch, weil ihm sonst ein großer Kundenstamm abhanden kommt, wenn er etwas verkaufen will.

Ich selbst habe keine Sehbehinderung, aber ich habe mich beim Verfassen des Beitrages gefragt, wie er wohl am Besten zu schreiben wäre. Wenn jemand den Beitrag von einem Hilfsprogramm vorgelesen bekommt, ist eine klare Struktur sicher hilfreich. Also nicht so viele Kommas. Wenig Fremdwörter. Man sollte den Sinn nicht über fünf Sätze hinweg verschleppen. Ich weiß nicht genau, ob mir das gelungen ist. Wahrscheinlich unterschätze ich die Programme und ihre Benutzer auch unterbewusst. Schließlich sind viele Leute mit einer Sehbehinderung in Sachen Computer viel bewanderter als ich.

Ich wünsche jedenfalls den Programmierern da draußen viel Glück bei der Verbesserung der Software, damit auch in Zukunft behindertengerechtes Surfen möglich ist!


Der Blindenführhund

Autor: Pia
abgelegt in: Blindenhilfe

Der Hund als bester Freund des Menschen. Dieses Sprichwort ist tatsächlich wahr, denn sogenannte Assistenzhunde leisten wirklich unglaubliches. Vor über 100 Jahren wurde die Idee im Verein für Sanitätshunde geboren.

Blindenführhund © sxc.hu / c-foto

Ein Führgespann besteht aus Mensch und Hund, wobei der Mensch der Navigator und der Hund der Pilot ist. Im Prinzip gibt es keine Beschränkung, welche Hunde zum professionellen Helfer ausgebildet werden, besonders beliebt sind jedoch Königspudel, Riesenschnauzer, Deutsche Schäferhunde, Labrador Retriever und Golden Retriever. Rassen mit hohem Aggressionspotential oder zu geringer Körpergröße sind natürlich ungeeignet. Nachdem die Welpen mit einem speziellen Welpentest ausgewählt wurden, leben sie für ein Jahr in ausgewählten Patenfamilien. In diesen Familien wird der Junghund sozialisiert.

Danach wird mit der Ausbildung begonnen. Eine solche Ausbildung ist recht lang und zeitaufwendig, denn schließlich muss das Tier viele Aufgaben teilweise auch ganz selbstständig übernehmen. Der Hund muss sogar lernen, Befehle seines “Navigators” zu missachten, denn sieht oder hört er beispielsweise ein Auto auf der Straße kommen, so muss er trotz Befehl stehen bleiben, um sein Herrchen oder Frauchen zu schützen.

Der Blindenführhund im Dienst ist ganz leicht an dem weißen Geschirr zu erkennen an dem sein Besitzer ihn hält. Diese Hunde sind an vielen Orten zugelassen, an denen normale Hunde nicht gestattet sind. So können Blinde und stark Sehbehinderte ihre treuen Begleiter mit in Lebensmittelgeschäfte oder in die Personenkabine des Flugzeugs nehmen. Dies ist veterinärrechtlich erlaubt, darauf können die Ladenbesitzer ruhig hingewiesen werden.

Was die Kostenübernahme der Krankenkassen betrifft, so zählt der Hund als “allgemeines Hilfsmittel“, falls er nicht im Katalog der Kasse aufgeführt ist. Wie ihr am besten einen sogenannten Antrag auf Versorgung mit einem Blindenführhund stellt könnt ihr genauer beim Deutschen Verein für Blindenführhunde und Mobilitätshilfen e. V. (DVBM) auf dieser Seite nachlesen.