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Behinderungen im Alltag
 


Archiv: Eltern und Kinder

Eine Behinderung zu diagnostizieren ist besonders bei Säuglingen gar nicht so einfach. Ärzte sind oft rat- und hilflos.

Behinderung ist nicht gleich Behinderung, da gibt es mehrere Abstufungen und viele farbige Zwischentöne – also nicht einfach nur schwarz und eine Behinderung sollte man möglichst früh erkennen und diagnostizieren lassen © Pixelio/Moorteufelweiß. Das Problem ist, dass sie so früh wie möglich richtig erkannt werden müssen, um frühzeitig präventive Maßnahmen zu ergreifen.

Ein auffälliges Down-Syndrom ist relativ schnell erkannt, aber wenn ein Kind eine seltene Behinderung aufweist, dauert es oftmals sehr lange, bis ein Arzt richtig erkennt, was los ist. Das bedeutet oft ein langer Leidensweg für die betroffenen Eltern, die in keinem Krankenhaus richtig ernst genommen und eher belächelt werden.
Oft werden diese auch als ,,übervorsichtig” betitelt und müssen sich einiges gefallen lassen.

Gerne geäußert wird auch die Begründung, dass das Kind vielleicht einfach nur ein Spätzünder ist, noch Zeit braucht und man sich nicht soviele Gedanken machen solle. Dabei wird die Spätzündung oft einfach falsch eingeschätzt, was manchmal nicht nur eine Zeitverzögerung, sondern in ganz schlimmen Fällen, auch den frühzeitigen Tod des Kindes bedeuten kann, da wichtige Behandlungsmaßnahmen aufgrund der Fehl-Diagnose ausbleiben. Das sind Tragödien, die verhindert werden könnten. Ein großes Dilemma, welches die Wut vieler Eltern – mit Recht – erzeugt.

Besonders Mütter haben oft ein untrügliches, instinktives Gespür dafür, ob etwas mit dem Baby nicht stimmt und ob alles mit rechten Dingen zugeht.  Diesem Gefühl gilt es zu vertrauen und zu folgen und wenn es bedeutet, sich bei vielen Ärzten durchsetzen zu müssen. Denn lieber einmal ,,übervorsichtig” als viel zu spät gehandelt zu haben!

 


barrierefreie Kindheit

Autor: Julia
abgelegt in: Eltern und Kinder

Behinderte Kinder gehören genauso in den Kindergarten wie gesunde Knirpse.

Kindergarten © Pixelio/erysipel

Insbesondere für behinderte Kinder ist der Kindergarten eine wichtige Einrichtung, denn was andere Kinder beim spielerischen Raufen lernen, ist für die anderen eben eine etwas größere Herausforderung: soziale Kompetenz, Selbstbewusstsein und das Einbringen von sich selbst in einer Gruppe. weiterlesen »


Oftmals ein schwieriges und taburisiertes Thema: Die sexuellen Bedürfnisse eines geistig Behinderten.

Sex © Pixelio/Rabart

Jeder Mensch entdeckt die eigene Sexualität zumeist während seiner Pupertät, plötzlich kommen Bedürfnisse und Gefühle auf, mit denen man erstmal lernen muss, umzugehen. Sie steuern das Empfinden, sie rufen Lust hervor und färben die Welt in ,,rosarot”, wenn man sich zum ersten Mal verliebt. Soweit, so gut. weiterlesen »


Für Kinder ist es nicht ganz einfach zu verstehen warum sich Menschen aus ihrer Familie auf einmal verändern und sich ihnen gegenüber anders benehmen. Warum sie nicht mehr laufen oder sprechen können. Warum sie nicht mehr auf den Arm genommen werden.Enkel mit Oma © Flickr / *clairity*

Hat ein Familienmitglied einen Unfall oder aus anderen Gründen eine Behinderung, ist es sehr wichtig viel mit den Kindern zu sprechen. Damit sie begreifen können was mit ihren Omas und Opas, Eltern oder Geschwistern vor sich geht. Doch neben den Gesprächen gibt es nun auch Bücher die den Kleinen helfen mit der neuen Situation umzugehen. Seit 2003 erscheint im Wiener Ueberreuter Verlag eine Kinderbuchreihe die unter dem Lable Anette Betz läuft. Die Bücher heißen; Meine Füße sind jetzt Rollstuhl, Wir verstehen uns blind, Wir sprechen mit den Händen und Opa sagt er ist jetzt Ritter.

Der letzte Band beschäftigt sich zum Beispiel mit der Parkinson Krankheit. Sehr einfühlsam wird den Kindern beigebracht was den Opa so verändert hat. Dabei werden auch interessante Sachinformationen vermittelt. Wer also gerade eine schwierige Zeit durchmacht und seinen Kindern auch etwas zu lesen darüber geben möchte, dem kann ich diese Bücher nur wärmstens empfehlen.


Schwanger Bauch Flickr © / JosA Miguel Serrano

Während der Schwangerschaft beschäftigen sich Eltern gedanklich natürlich schon viel mit ihrem zukünftigen Kind. Man stellt sich vor wie es so sein wird mit einem Familienmitglied mehr. Die Wohnung wird hergerichtet, Strampelanzüge und Babypuder gekauft, es ist eine aufregende Zeit. Doch wie sollen die Eltern mit dem Gedanken umgehen ihr Kind könnte geistig oder körperlich behindert sein?

Einige Tests in der Schwangerschaft können den angehenden Müttern und Vätern schon vieles verraten. Das kann sehr hilfreich sein, denn es ist leichter mit der Behinderung des Kindes umzugehen, wenn man sich im Voraus darüber informieren kann. Und vor allem Zeit hat sich darauf einzustellen. Eltern neigen dazu schon vor der Geburt in ihrer kleinen Tochter oder Sohn schon das Superkind zu sehen. Gerade dann ist es besonders schwer sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass der oder die Kleine viel später oder vielleicht nie sprechen und laufen lernen wird.

Baby Füsse Flickr © / gabi menasheVersucht euch auch im Klaren darüber zu werden, was die Behinderung eures Kindes für eure Beziehung bedeutet. Denn die unausgesprochene Enttäuschung und Trauer kann schnell zu einer enormen Belastung zwischen euch beiden werden. Doch das ist kein unlösbares Problem, es gibt viele Hilfsorganisationen an die ihr euch wenden könnt. Andere Eltern mit denen ihr sprechen könnt, die euch hilfreiche Tipps geben können.

Denn es gibt eine Reihe an Dinge die organisiert werden müssen. Ihr solltet zum Beispiel Pflegegeld beantragen, denn euer Sprössling benötigt wesentlich mehr Pflege, Aufmerksamkeit und somit natürlich auch Zeit und Geld. Auch ist es ratsam sich früh genug um einen Schwerbehindertenausweis zu kümmern. Die Anträge erhaltet ihr kostenlos beim Sozialamt, Versorgungsamt und Behindertenverbänden. Lasst euch nicht entmutigen, denn ihr steht wirklich nicht alleine da!