Viele Hörbehinderte und Gehörlose beklagen sich schon seit geraumer Zeit, dass die Fernsehsender zu wenig Untertitel anbieten. Aber auch blinde und stark sehbehinderte Personen kritisieren die fehlenden Hintergrundinformationen, die so genannte Audiodeskription, der TV-Sender.
Vier öffentlich-rechtliche Sender haben sich im Rahmen des „Digital Television for All“ (DTV4All) zusammengefunden mit dem Ziel, neue technische Möglichkeiten im Digitalen Fernsehen einzusetzen, um seh- und hörbehinderten Menschen das Medium Fernsehen zu erleichtern. weiterlesen »
Auch, wenn ich euch letztens schon einen Film empfohlen habe, so muss ich es heute noch ein letztes Mal tun. Denn ich sah letztens “Million Dollar Baby”.
Ich glaube, der Film ist relativ unbekannt, da ich bei der Frage: ,,Kennst du diesen Film?” immer nur die Verneinung beantwortet komme. Dabei spielt Clint Eastwood in einer der Hauptrollen und der Film hat vier Oscars abgesahnt!
In diesem Film geht es weniger um die Barrierefreiheit, als mehr um die typische Hollywood-Dramaturgerie. Trotzdem fand ich “Million Dollar Baby” toll. weiterlesen »
Letztens hat mich ein Freund besucht mit einer DVD in der Tasche. ,,Das ist ein toller Film, den musst du unbedingt sehen!” Ich bin ja sonst keine begeisterte ,,in-die-Röhre-Guckerin”, aber ich ließ mich auf ,,Schmetterling und Taucherglocke” ein und komme jetzt nicht umhin, ihn euch zu empfehlen.
Wie gesagt, es handelt sich hierbei um einen relativ neuen Film ,,Schmetterling und Taucherglocke“. Dabei handelt es sich um einen jungen Mann, der ein erfolgreiches Leben lebt: Vorzeigekarriere, eine hübsche Frau, die obligatorische Geliebte und Geld. Was will Man(n) mehr?
Ja, ihr ahnt es schon
, der Film spielt ein bisschen den Moralpostel mit erhobenem Zeigefinger, aber trotzdem ist er sehenswert. Denn es geht damit weiter, dass der Mann einen Schlaganfall erleidet und nach dem Aufwachen gelähmt ist. Nur noch seine Augen kann er bewegen. Er kann blinzeln, ist aber bei vollem, gesunden Bewusstsein. weiterlesen »
Weihnachten ist vorbei und die Gans gart noch in unseren runden Bäuchen nach, während wir darüber nachdenken, was wir am morgigen Silvester-Abend tun möchten. Bei behinderten Menschen ist das nicht anders, nur ist ihr Handlungsspielraum ein wenig eingeschränkter als der unsere.
Wie auch zu der Weihnachtszeit haben viele behinderte Menschen zu Silvester Probleme, Anschluss zu finden oder auf eine Party eingeladen zu werden. Viele wohnen auch in Heimen oder Einrichtungen, um rundum Betreuung und Versorgung zu erfahren, aber natürlich haben diese Betreuer auch Familien und Angehörige, mit denen sie die Festtage verbringen möchten. weiterlesen »
Ein Tag vor Weihnachten. Die drei besinnlichsten Tage stehen vor der Tür, der Weihnachtsmann klopft schon pochend an schwere Holztüren, Kinderstimmchen stimmen das eingeübte Gedicht an.
Familien rücken vor kuscheligen Kaminen näher aneinander, vielleicht bei einer heißen Tasse Kakao und erzählen sich mit rot glühenden Wangen Weihnachtsgeschichten, während die Atmosphäre sich wie eine Decke über die Herzen legt. Kekse backen und den Weihnachtsbaum schmücken, der Duft des Bratens schwebt auch schon über die kalten Flure.
Kinder sind aufgeregt und in den Straßen verebt gerade der letzte Einkaufsfluss, es tröpfelt nur noch vereinzelt und einsam hier und da in kauzigen Ecken. weiterlesen »
Wir alle kennen es. Wir alle verurteilen es. Und wir alle tun es. Es ist wie ein neurotischer Zwang, wie unsichtbare Zügel, die uns lenken und für die wir uns irgendwie auch unsagbar schämen: Wir starren.
Ein Mensch im Rollstuhl steht an der U-Bahn und wartet auf den Zug. Leute gehen an ihm vorbei und können sich nicht beherrschen, sie müssen ihn anstarren. Und wenn nicht, dann sieht man zumindest einen gequälten Gesichtsausdruck, der sich zusammen reißen muss, es nicht zu tun. weiterlesen »
Das Web soll barrierefrei werden, also auch für behinderte Menschen frei zugänglich. Das ist ein schwieriges Metier, besonders, weil auch das Internet gerade einen Wandel vollzieht.
Web 2.0 ist dieser seltsam nebulöser Begriff, der durch alle online-Magazine streunt, wie ein einsamer Steppenwolf, den irgendwie niemand so recht versteht. Dabei ist das Prinzip recht einfach: Es geht darum, das Internet zugänglicher, offener und kommunikativer zu gestalten. Ein dafür oft gewähltes Fundament sind die vielen Blogs, die im Netz wie Eintagsfliegen herum schwirren. weiterlesen »
Wir alle wollen ernsthaft über die Barrierefreiheit diskutieren. Wir wollen sie fördern und in unserer Gesellschaft konstruktiv etablieren. Was dabei oft zu kurz kommt: Der ganze Spaß an einem ansonsten sehr ernstem Thema.
Was denken Sie zuerst, wenn Sie an das Wort Barrierefreiheit denken? Da fällt einem natürlich sofort eine Menge ein: Fahrstühle anstatt Treppen. Abgesenkte Bordsteinkanten. Praktisch eingerichtete Wohnungen. Tolerantes Denken. Rollschranken im Bus. Und natürlich die Integration in die Berufswelt, die geförderte Selbstständigkeit…
…das ist ja alles soweit richtig, aber dabei wird die ganze Thematik derart bierernst angefasst, dass der Spaß völlig zu kurz kommt. Aber ein behinderter Mensch muss nach der Arbeit genauso abschalten. Der will auch einfach nur mal ein Bier zischen gehen und nicht permanent gesellschaftliche Probleme wälzen. Und zudem haben auch diese Menschen Fähigkeiten, Hobbys, Talente, Neigungen… alles Dinge, die sie oft nicht ausleben aufgrund mangelnder Möglichkeiten!
Zumindest in der sportlichen Richtung wurde schon viel ,,bewegt”: Da gibt es Rollstuhl-Basketball, Rollstuhltanz und sogar Rollstuhl-Zirkusvereine. Aber – was ist mit den geistig behinderten Menschen? Blinden? Auch blinde Patienten würden gerne mal ausgelassen toben, Ball spielen und herum tollen. Ist doch ganz logisch. Der menschliche Körper ist auf Bewegung programmiert und auch die Seele schreit ab und zu mal nach Spiel. Hier herrscht noch ein gesellschaftliches Defizit vor, das aber mindestens genauso wichtig – wenn nicht sogar wichtiger! – ist, wie einen Beruf zu erlernen oder eine Wohnung, die einem das alleinige Wohnen ermöglicht.