Wer Gebärdensprache lernen möchte, findet online viele tolle Angebote mit Video und Bildern, die die Sprache erklären. In diesem Text finden Sie hilfreiche Tipps, um Gebärdensprache erfolgreich zu erlernen.
Gebärdensprache und in manchen Fällen das Fingeralphabet ermöglicht gehörlosen oder stark schwerhörigen Menschen zu kommunizieren. Zum Erstaunen vieler Menschen ist die Gebärdensprache weit mehr als eine simple Zeichensprache. Bei der Kommunikation zwischen Gehörlosen wird auch ein großer Wert auf Mimik, Körperhaltung und viele weitere Kleinigkeiten geachtet. Deshalb benötigt man sehr viel Zeit und Ausdauer, um Gebärdensprache lernen zu können. weiterlesen »
Im Juni diesen Jahres wurde es beschlossen: ab 2013 sollen auch Schwerhörige und Gehörlose GEZ-Gebühren zahlen, obwohl eine umfassende Versorgung mit Untertiteln nicht ausreichend vorhanden ist.
Die oft in der Kritik stehende GEZ hat den Masterplan geschmiedet: Ab 2013 soll die finanzielle Belastung in Form der GEZ-Gebühren nicht mehr pro empfangsbereiten Gerät erfolgen, sondern pro Haushalt, ganz gleich, ob Geräte zum Empfang bereitstehen oder nicht.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann momentan ein Antrag auf Befreiung der GEZ-Zahlung gestellt werden. Dies betrifft bis jetzt Hartz-IV-Empfänger, Schüler und Studenten sowie Menschen mit Behinderung. Ab 2013 sieht das anders aus. Ca. 580.000 bisher von der Zahlung befreite Personen mit Behinderung müssen ein Drittel der üblichen GEZ-Gebühr zahlen. Auch wenn im Vorfeld mit solch einer Entwicklung zu rechnen war, ist die letztendliche Umsetzung des Vorhabens doch sehr erstaunlich. weiterlesen »
Die Gebärdensprache ist ein wichtiges Instrument für taubstumme Menschen, denn sie dienen – wie bei uns das gesprochene und gehörte Wort – der Kommunikation.
Bestimmt haben Sie sie schon mal gesehen: Die berühmten fliegenden Hände, die mit wilden Gestikulationen den ,,Gesprächspartner“ etwas erzählen. Dabei wird kein Laut und kein Ton von sich gegeben und trotzdem jedes ,,Wort“ gesprochen. Gerade heute habe ich wieder zwei Menschen in der U-Bahn beobachten können, wie sie sich auf stiller Ebene lautlos und dennoch überaus emotional verständigt haben. Bei der Gebärdensprache wird mittels Handzeichen, Mimik und auch Körpersprache kommuniziert und sich ausgedrückt. Dabei entstehen ganze Unterhaltungen, so, als würde man wirklich sprechen. Nur ohne eben seinen Mund zu gebrauchen. weiterlesen »
Es ist schon ohnehin schwierig mit der Ausbildung und dem Beruf. Was möchte man machen? Und wo wird man überhaupt genommen? Doch viele Menschen haben eben noch größere Steine in ihrem Weg liegen. Wer an einen Rollstuhl gebunden ist, die Sehfähigkeit verloren hat oder lernen musste sich auch ohne akustische Wahrnehmung zu Recht zu finden, sieht sich vor noch ganz andere Probleme bei der Jobsuche gestellt.
Seit dem ersten Mai 2002 ist das Behindertengleichstellungsgesetz, kurz BGG in Kraft getreten. Es beinhaltet den schönen Satz: “Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.” Ein Schritt in die richtige Richtung. Doch wir wissen alle, dass mit vielen Behinderungen eben nicht einfach so jeder Beruf ausgeübt werden kann. Das wird in vielen Berufen auch so bleiben, da es für manche Jobs bestimmte Vorraussetzungen gibt. In anderen Bereichen ist das jedoch nicht so leicht nachzuvollziehen.
Doch es bewegt sich was! Ende Februar zum Beispiel wurde die erste gehörlose Anwältin vereidigt. Die 37jährige Hamburgerin Judith Hartmann bekommt im Gerichtssaal vom Integrationsamt einen Übersetzer gestellt. Ansonsten geht es ja sowieso viel um Schriftstücke und Akten meint sie. Mit normalhörenden Mandanten, die keine Gebärdensprache verstehen, kommuniziert sie ebenfalls mit einem Dolmetscher. Wie das mit jeder anderen Fremdsprache eben auch gemacht wird.
Das Studium war alles andere als leicht für sie gewesen, denn einen Übersetzer hatte sie nur in wenigen Vorlesungen. Da hieß es Skripte und Bücher wälzen um mit dem Lernstoff mitzukommen. Doch Hartmann möchte keine Sonderrolle einnehmen durch ihre Behinderung, das sei schließlich nur einer von vielen Teilen von ihr. Mehr dazu könnt ihr hier lesen.
Für Taubheit oder starke Schwerhörigkeit gibt es mannigfache Ursachen. Bei altersbedingter Schwerhörigkeit beispielsweise helfen oft Hörgeräte, die je nach Bedarf in das Ohr eingesetzt oder rausgenommen werden können. Das ist bei einem Cochlea Implantat anders, denn wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um eine Hörhilfe die operativ eingesetzt wird.
Das Implantat ist für Menschen geeignet die an einer Innenohrschwerhörigkeit leiden, eine Schädigung der Sinneszellen des Innenohrs. Diese kann angeboren sein, durch frühkindliche oder spätere Infektionen und alters- oder unfallbedingt auftreten. Sind die Sinneszellen so stark geschädigt, dass auch eine Verbesserung der akustischen Wahrnehmung durch ein Hörgerät nicht gewährleistet ist, so kann diese Hörprothese dem Betroffenen das Leben leichter machen. Der Hörnerv muss allerdings noch intakt sein, damit diese Methode wirksam ist.
Der Begriff stammt aus dem Englischen und heißt dort Cochlear Implant (CI). Die Cochlea ist die Innenohrschnecke, es müsste also eigentlich kochleares Implantat heißen. Die Verwendung mit einem ‘r’ findet sich jedoch auch im Deutschen teilweise, bezieht sich aber auf einen Hersteller des Gerätes.
Doch wie funktioniert dieses Implantat eigentlich? Zuerst einmal zum Aufbau: Es besteht aus drei Teilen, dem Elektrodenbündel, dem Sprachprozessor (SP) mit einer Sendespule und dem Empfangsgerät. Das Elektrodenbündel wird während der Operation in die Gehörschnecke des Innenohrs hineingeschoben. Im Knochen über und hinter dem Ohr wird später das Empfangsgerät eingesetzt, welches mit einem kleinen Mikrofon Schallwellen aufnimmt und an den Sprachprozessor weiterleitet. Die Operation wird unter Vollnarkose durchgeführt, man bekommt also von alledem nichts mit.
Nach der OP braucht der Patient eine intensive Nachbehandlung in speziellen Einrichtungen, die eine Hör- und Sprachtherapie und eine optimal Einstellung der Prothese beinhaltet. Wird das Implantat noch vor dem zweiten Lebensjahr eingesetzt so kann eine annähernd normale Sprache und vergleichsweise gutes Hören erzielt werden. Für Betroffene findet sich hier ein Verzeichnis von Selbsthilfe Gruppen deutschlandweit.