Alltag

Neurodermitis bei den Kleinen – Auch die Eltern müssen stark sein

Neurodermitis ist bei Babys und Kleinkindern weit verbreitet. Das dürfte für betroffene Eltern und ihre Kinder jedoch nicht mehr als ein schwacher Trost sein. Wenn die zarte Kinderhaut häufig schuppig ist, nässt und schmerzt, zerreißt es Müttern und Vätern oft das Herz. Doch Trübsal zu blasen hilft niemandem weiter. Stattdessen gilt es herauszufinden, was den kleinen Patienten Linderung verschaffen kann.

Häufig sind Unverträglichkeiten der Auslöser

Die Auslöser für Neurodermitis können individuell verschieden sein – erfahren Sie mehr auch auf der Seite www.neurodermitis-hautwissen.de. Viele Babys und Kleinkinder vertragen bestimmte Lebensmittel nicht oder reagieren auf chemische Substanzen, die im Waschmittel enthalten sind mit akuten Neurodermitis-Schüben. Dann hilft nur trösten und zu versuchen, den Auslöser zu finden. Unbekannte Lebensmittel und neue Pflegeprodukte sollten Sie zunächst in geringer Dosierung verwenden, dann einige Tage abwarten und genau beobachten, ob es zu Hautirritationen bei Ihrem Kind kommt. Es kann aber auch durchaus sein, dass Sie den Auslöser nicht finden. Versuchen Sie aber zum Wohle Ihres Kindes, nicht in Panik oder Verzweiflung zu verfallen und überlegen Sie stattdessen, wie sich die Schmerzen möglichst effektiv lindern lassen. Manchmal gelingt dies schon durch weiche Kleidung, die Arme und Beine bedeckt. So kann Ihr Kind sich seine Haut nicht aufkratzen.

Spezielle Salben verschaffen Linderung

Die richtige Hautpflege ist bei kindlicher Problemhaut besonders wichtig. Cremes auf Ölbasis sind meist empfehlenswert, weil sie ausreichend Feuchtigkeit liefern. Auch Shampoos und Waschlotionen sollten möglichst Öl enthalten. Im Winter braucht die Haut Ihres Kind möglicherweise eine intensivere Pflege als im Sommer, weil sie durch kalte Luft draußen und durch trockene Luft in geschlossenen Räumen zusätzlich strapaziert wird. Sind große Teile der Haut betroffen, wenn es zu akuten Schüben kommt, muss manchmal Kortison eingesetzt werden. Besprechen Sie die Dosierung aber genau mit Ihrem Dermatologen und mit dem Kinderarzt. In vielen Fällen reicht eine Kurzzeitbehandlung aus.

Neurodermitis bei Kindern verwächst sich häufig

Es gibt also viele Möglichkeiten, wie Eltern ihren an Neurodermitis erkrankten Kindern helfen können. Schmerzen lassen sich durch Salben lindern und lockere Kleidung, am besten aus Baumwolle, verhindert, dass die Haut durch Reibung unnötig gereizt wird.

Häufig lassen die Beschwerden nach, sobald das Kindergartenalter erreicht ist, also etwa mit dem vollendeten dritten Lebensjahr.

Foto: Fotolia, 21693545, S.Kobold

Voriger Beitrag

Wenn der Rücken zur Behinderung wird: Diese Branchen trifft es besonders

Nächster Beitrag

Barrierefreier Traumurlaub: Schweden für Rollstuhlfahrer