Das Internet stellt für viele Behinderte oftmals noch ein unüberwindbares Hindernis dar. Besonders für Sehbehinderte ist diese Medien-Plattform schwer zu erobern. Aber eben nicht unmöglich!
Immer öfter wird das ,,barrierefreie Webdesign” diskutiert, denn die allermeisten Webdesigner achten überhaupt nicht darauf, ob ihre Seite auch den Anforderungen eines Behinderten gerecht wird. So etwas verschwindet leicht einmal im Hintergrund und wird übersehen. Dabei ist es gar nicht mal so schwierig, den Problemen Abhilfe zu schaffen. weiterlesen »
Behinderte Menschen haben die gleichen Bedürfnisse wie alle anderen auch: Dazu gehört vor allen Dingen ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben.
Und was gehört zu der Selbstständigkeit unbedingt dazu? Genau, die eigene Wohnung. Dank vieler guter Tricks ist auch diese Herausforderung für Behinderte zu meistern. weiterlesen »
Oftmals lösen Behinderte in ihrer Umgebung Unbehagen aus – der eine möchte kein Mitleid, der andere weiß nicht, was sagen oder sich verhalten. Doch was, wenn auch der Behinderte sich daneben benimmt?
Als ich letztens in der Innenstadt unterwegs gewesen bin, wurde ich ,,verfolgt”: Ein Rollstuhlfahrer beobachtete mich, folgte mir auf Schritt und Tritt und erwiderte auf näheres Nachhaken meinerseits: ,,Ich möchte doch nur das schöne Mädchen angucken. Darf ich das nicht?” – Natürlich durfte er. Nur eben nicht sich gleichzeitig in den Schritt fassen, sich sexuell stimulieren und das sogar ganz offensiv auf meine Kosten. weiterlesen »
Down-Syndrom – eine vielseitige Behinderung, die viel Geduld und Einfühlungsvermögen erfordert.
Die Abtreibung eines Kindes mit Down-Syndrom ist rein rechtlich gesehen sogar noch kurz vor der Geburt möglich und tatsächlich werden auch neunzig Prozent dieser Kinder wirklich abgetrieben.
Viele Frauen haben einfach Angst vor der drohenden Verantwortung, sie sind aufgrund der Diagnose geschockt und fühlen sich ohnmächtig. Manche sind auch wütend, die bohrende Frage nach dem ,,Warum” quält und lässt nicht los.
Die Abtreibung scheint da der vermeintlich leichtere Weg zu sein. weiterlesen »
Einen Monat vor Beginn der Olympiade für Behinderte in Peking sorgt eine Personalentscheidung des Deutschen Behindertensportverbandes für Aufsehen: Die Einsetzung eines neuen Nationaltrainers.
Der Verband hat offenbar eine Million Euro zusätzlich bekommen, von denen unter anderem neue Stellen im Verband umgesetzt werden sollen. Eine davon ist ein ehemaliger Basketballer, dessen Name noch nicht bekannt gegeben wurde, und der jetzt als Nationaltrainer eingesetzt werden soll.
Dagegen liefen eine Reihe Sportler Sturm. Die favorisieren Ralf Otto, einen bisher ehrenamtlich arbeitenden Sportwissenschaftler, der das Team bisher betreut hat. Anscheinend gibt es da verbandinterne Querelen, jedenfalls wurde Otto, obwohl er jahrelange Kontakte geknüpft hat und die Fakten über die einzelnen Sportler kennt, beim Posten des Bundestrainers einfach übergangen.
Verständlich, dass es da jetzt Ärger gibt. Hoffen wir, dass ein für alle Seiten zufriedenstellender Kompromiss gefunden wird, noch bevor die Spiele losgehen. Schließlich ist es nicht gerade förderlich für das Team, wenn es im Vorfeld zu solchen Streitigkeiten kommt.
Quelle: Berliner Zeitung
Einen Monat nach den regulären olympischen Sommerspielen werden vom 6. bis 17. September 2008 die Paralympic Games 2008 stattfinden – ebenfalls in Peking. Für den Fall, dass Euch die Sportarten noch unbekannt sein sollten – hier werden einige Favoriten von mir vorgestellt.
Rollstuhlbasketball
Ähnliche Regeln wie im regulären Basketball. Die Spieler dürfen mit den Füßen nicht den Boden berühren, wenn sie im Ballbesitz sind, außerdem dürfen sie nicht mehr als zwei Mal den Rollstuhl anschieben, ohne zu dribbeln. Es gibt zusätzlich zur 2- und 3-Punkte Zone noch eine 1-Punkt-Zone. Ansonsten sind die Spielviertel je 10 Minuten lang, mit einer 15-minütigen Pause dazwischen.
Rollstuhlfechten
Beim Rollstuhlfechten sind die beiden Rollstühle fest auf dem Boden verankert. Der Fechter mit den kürzeren Armen darf entscheiden, ob der Abstand seiner Armlänge oder der Armlänge seines Gegners entsprechen soll. Mit der einen Hand wird gefochten, die andere hält den Sportler am Rollstuhl fest. Die Sportler dürfen sich nicht erheben und müssen die ganze Zeit sitzen. Das Ziel ist, den Gegner mit der Waffe am Oberkörper zu berühren.
Fußball “5-a-side”
Diese besondere Variante von Fußball wird von 5 Spielern pro Team gespielt. Davon sind vier blind, der Torwart kann sehbehindert sein, also sieht eingeschränkt, was passiert. Die blinden Spieler tragen alle Augenbinden, um Fairness zu gewährleisten. Der Ball macht Geräusche, wenn er sich bewegt, so dass für die Spieler eine leichtere Orientierung möglich ist. Außerdem existiert kein Seitenaus, das Spielfeld ist von einer Mauer begrenzt, so dass der Ball immer wieder ins Spiel zurückspringt. Hinter dem gegnerischen Tor steht der Trainer des Teams, der den Spielern beim Abschluss zurufen darf und so als Orientierung dient. Eine sehr spannende Fußball-Variante, wie ich finde!
Rollstuhlrugby
Diese Sportart hatten wir ja schon mehrmals auf dem Blog zu Gast. Ein tolles Beispiel, wie ein physisch und taktisch höchst anspruchsvoller Sport zugleich spannend und aufregend sein kann! Dabei ist Rollstuhlrugby nichts für Weicheier: Früher hieß die Sportart “Murderball”, weil sie so hart war. Die genauen Regeln findet ihr hier.
Anschauen kann man sich die Paralympic Games 2008 live und umsonst bei paralympicssport.tv. Wer eine schnelle Internetverbindung sein eigen nennt, sollte da unbedingt im September streamen. Wer Internet-Fernsehen nicht mag, der schaut ganz standesgemäß ARD und ZDF – die Paralympics werden nämlich täglich übertragen.
Mögen die Spiele beginnen!
Am 27. Juli findet ein sportliches Zusammentreffen der besonderen Art statt: Die deutsche Nationalmannschaft der Damen im Rollstuhl-Basketball trifft auf einen starken Rivalen aus Kanada.
Das Team der Deutschen ist Europameister – die Kanadier sind Weltmeister. Es erwartet also alle Zuschauer ein spannendes Match, welches gleichzeitig als Vorbereitungsspiel für die Paralympischen Sommerspiele in Peking dienen wird. Nach den Special Olympics in Karlsruhe also mal wieder Wettkampffieber in Deutschland!
Ausgerichtet wird das Ganze vom RSC Berlin, Austragungsort ist die Peter-Ustinov-Schule in Berlin. Einlass ist ab 12.00 Uhr, Spielbeginn um 14.00 Uhr. Der Eintritt beträgt 3 Euro. Die Adresse der Peter Ustinov Schule ist Neue Kantstraße 23, 14057 Berlin.
Leider wird es noch eine Weile dauern, bis Rollstuhl-Basketball im Fernsehen übertragen wird. Bis dahin bietet sich aber allen Berlinern die Gelegenheit auf ein tolles Sportereignis!
Quelle: Kobinet
Dr. Roger Kusch hat einer alleinstehenden Renterin aus Würzburg, die aus Angst vor dem Altersheim Selbstmord begehen wollte, Beruhigungsmittel und Medikamente in tödlicher Dosis verabreicht. Kusch filmte den Vorgang und verließ vor dem Tod der Frau das Haus, damit er nicht rechtlich belangt werden konnte.
Sterbehilfe ist ein Thema, was uns alle angeht. Vor allem, wenn es in einer derartig widerwärtigen und zynischen Weise zur Selbstdarstellung eines Ex-Politikers benutzt wird. Dadurch werden jegliche Versuche, mit dem Thema sensibel oder verantwortungsbewusst umzugehen, zunichte gemacht. Dass Kusch seine Aktion mit dem Label “Sterbehilfe” versieht, ist sowieso ein Witz, weil die betreffende Frau ein psychisches Problem hatte und nicht einmal ein unheilbares.
Was jetzt folgt, ist klar: Wann immer das Wort Sterbehilfe aufkommt, wird Kusch als Negativbeispiel angeführt werden. Das soll nicht bedeuten, dass ich eine Sterbehilfe generell gutheißen würde.
Meiner Meinung nach ist es einfach ein Unding, dass bereits im Vorfeld jeder Gedanke über ein Thema zunichte gemacht wird, nur weil ein Ex-Politiker mit einer selbst entwickelten “Tötungsmaschine” für einen Verein namens “Sterbehilfe e.V.” wirbt. Vielleicht sollten wir uns ein weniger verseuchten Begriff zum Diskutieren aussuchen.
Die Freie Universität Berlin bietet Studierenden mit einer Behinderung oder chronischer Erkrankung zahlreiche Möglichkeiten, beraten und unterstützt zu werden. Ein eigens einberufener Beauftragter an der FU Berlin kümmert sich um ihre Belange und kann Auskunft über erforderliche nachteilausgleichende Regelungen im Studium und bei Prüfungen geben. So werden regelmäßig Informationsseminare angeboten, die Fragen wie Studienfinanzierung, Beantragung von Hilfsmitteln und Wohnungssuche erläutern. Mit solchen und anderen Anfragen kann man sich auch an verschiedene Beratungsstellen der FU wenden.
“Lasst mich gewinnen! Aber wenn ich nicht gewinnen kann, dann lasst es mich mutig versuchen!“ - so lautet der Special Olympics Eid. Getreu dem Motto finden sich weltweit regelmäßig geistig behinderte Menschen zusammen, um ihre sportlichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
Der Behindertensport bietet geistig behinderten Menschen die Möglichkeit im Wettkampf aktiv zu sein. Die Special Olympics gilt als weltweit größte Sportveranstaltung für geistig behinderte Menschen. Ursprünglich stammt die Idee von der Familie Kennedy und wurde 1968 in den USA gegründet.
Vom 16.-21. Juni 2008 finden die National Summer Games dieses Jahr in Karlsruhe statt. Vor der Europahalle wird am ersten Tag die Veranstaltung mit einer olympischen Zeremonie und Public Viewing feierlich eröffnet.
Es werden ca. 3500 Sportlerinnen und Sportler erwartet, die bei der Veranstaltung antreten. In zahlreichen Sportarten werden die Teilnehmer in Einzel- und Manschaftswettbewerben mitwirken können. Angeboten werden unter anderem Wettkämpfe in Badminton, Fußball, Judo, Leichtathletik, Schwimmen und Tennis, bei denen sich die Sportler ihre Fähigkeiten zeigen.
Vor zwei Jahren in Berlin hatte die Special Olympics bereits großartige Erfolge erzielt und soll auch weiterhin fortgeführt werden. Seid 2000 finden in Deutschland die National Summer Games alle 2 Jahre statt und erfreuen sich wachsender Teilnehmerzahl.
Wir drücken allen Teilnehmern ganz fest die Daumen!