Michael Hoffmann ist selbst nicht blind, doch er hat sich kürzlich mit sehbehinderten Hobby-Köchen zusammengeschlossen, um ein Kochbuch in Blindenschrift zu entwickeln.
Dabei ist das Blindenkochbuch von Michael Hoffmann, der in Berlin seine Gäste im Restaurant „Margaux“ bewirtet, nicht einfach nur darauf bedacht, dass es auch von nicht sehenden Gourmets entschlüsselt werden kann, sondern auch die Rezepte selbst sind auf die besonderen Bedürfnisse sehbehinderter Menschen zugeschnitten. „Trust in Taste“ heißt das Werk, das bereits jetzt im Handel erhältlich ist.
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Heute empfehle ich euch mal wieder ein Buch bzw. Film, der mich durch meine Jugend begleitet hat. ,,Damals” herrschte ein regelrechter Boom um “Crazy”, ein Buch von Benjamin Lebert.
Ich denke, die meisten Leser dürften dieses Buch noch kennen? Ich meine, der berühmte Prinzenrollenkeks auf dem Baumstumpf ist doch ein mittlerweile kultiges Bild, oder nicht…? ![]()
Für die, die es tatsächlich nicht kennen: Benjamin Lebert ist halbseitig gelähmt und hat seine Erfahrungen – besonders als pupertierender Teenager – schriftlich festgehalten. weiterlesen »
Als junger Mensch ist es oft ein bisschen schwierig, sich in die verworrene Welt eines behinderten Menschen einzufühlen. Oft begegnen sich da nicht nur zwei Menschen, sondern gar zwei ganze Welten. Oft helfen Bücher, diese Barrieren zu überqueren.
Eines davon heißt ,,Behalt das Leben lieb” von Jaap ter Haar, in dem es um einen dreizehnjährigen Jungen geht, Beer, der durch einen schlimmen Unfall für immer erblindet. Das Buch begleitet ihn seine erste Zeit und durch die schlimmsten Krisen hindurch, bis er den roten Faden des Lebens wieder aufnimmt und sich vorwärts traut. Das Leben ist ein anderes, das muss Beer lernen. Und sein altes ist nicht mehr wie vorher. Wird es nie wieder sein.
Wie der Titel des Buches verspricht, ist das Buch in liebevoller Sprache gehalten. Dass Behinderung kein Zuckerschlecken ist, wissen wir ja bereits. Aber das dieses Leben kein schlechteres ist, das wissen wir oft nicht, auch wenn wir etwas anderes behaupten. Insbesondere ein blindes Leben ist ein völlig anderes, da es in ganz anderen Welten stattfindet. Dieses Jugendbuch dient in vielen Schulen als Lektüre, um junge Heranwachsende an ein sensibles Thema selbstbewusst heran zu führen. Nicht einfach nur über den Tellerrand schauen, sondern diesen auch wirklich zu begreifen – das schafft dieses Buch. weiterlesen »
Für Kinder ist es nicht ganz einfach zu verstehen warum sich Menschen aus ihrer Familie auf einmal verändern und sich ihnen gegenüber anders benehmen. Warum sie nicht mehr laufen oder sprechen können. Warum sie nicht mehr auf den Arm genommen werden.
Hat ein Familienmitglied einen Unfall oder aus anderen Gründen eine Behinderung, ist es sehr wichtig viel mit den Kindern zu sprechen. Damit sie begreifen können was mit ihren Omas und Opas, Eltern oder Geschwistern vor sich geht. Doch neben den Gesprächen gibt es nun auch Bücher die den Kleinen helfen mit der neuen Situation umzugehen. Seit 2003 erscheint im Wiener Ueberreuter Verlag eine Kinderbuchreihe die unter dem Lable Anette Betz läuft. Die Bücher heißen; Meine Füße sind jetzt Rollstuhl, Wir verstehen uns blind, Wir sprechen mit den Händen und Opa sagt er ist jetzt Ritter.
Der letzte Band beschäftigt sich zum Beispiel mit der Parkinson Krankheit. Sehr einfühlsam wird den Kindern beigebracht was den Opa so verändert hat. Dabei werden auch interessante Sachinformationen vermittelt. Wer also gerade eine schwierige Zeit durchmacht und seinen Kindern auch etwas zu lesen darüber geben möchte, dem kann ich diese Bücher nur wärmstens empfehlen.