Rechenschwäche, in Fachkreisen auch Dyskalkulie genannt, kommt bei Kindern und Erwachsenen vor. Dieses Krankheitsbild hat mehrere Symptome. Besonders bei Kindern sollte man auf erste Anzeichen der Rechenschwäche achten.
Dyskalkulie ist nichts wofür man sich schämen muss. Man muss es nur früh erkennen. Man kann Menschen mit der Rechenschwäche die Angst vor den Zahlen mit speziellen Übungen nehmen. Spielerisches lernen ist effektiv und stärkt das Selbstbewusstsein Ihres Kindes. Zudem kann man sich mit diesem Problem auch an die Schulpsychologen und Erziehungsberatungsstellen wenden.
Es ist wohl eine der größten Herausforderungen für eine Familie, wenn ein Kind behindert ist oder wird. Plötzlich ist alles anders – und wird es für immer bleiben.
Es ist die Alptraumvorstellung einer jeden Mutter, die schwanger ist: Ein behindertes Kind zu bekommen. Die meisten wollen sich damit nicht einmal auseinander setzen, wollen diese Möglichkeit verdrängen und einfach in Glückseligkeit schwelgen. Doch dann ist es passiert und das, obwohl “sowas” doch immer nur den anderen passiert! weiterlesen »
Heute bewege ich mich auf der thematischen Grenze. Nicht behindert geboren – sondern behindert worden, ist heute mein Inhalt. Die Beschneidung von jungen Frauen/Mädchen in Afrika ist immer ein sehr populäres, viel zerrissenes Thema.
In vielen afrikanischen Ländern ist es nach wie vor Sitte, junge Mädchen zu beschneiden. Das heißt, dass die weiblichen Geschlechtsorgane auf extrem schmerzhatfte Weise verstümmelt und beschnitten werden. Oft enden diese ,,Eingriffe” tödlich – auf jeden Fall haben alle Frauen eine lebenslange ,,Behinderung”, immer Probleme beim ,,Wasser lassen” und mit dem Geschlechtsverkehr. Auch die Geburt stellt für viele eine sehr viel größere Herausforderung dar, als für andere Frauen.
In den letzten Jahren – wenn nicht gar zu sagen, letzten Jahrzehnten – ist dieses Thema immer mehr in den breiten Aufmerksamkeitsgrad gerückt. Die Frauen wehren sich, schreiben Bücher über diese sensiblen Geschichten und gründen Organisationen, die Aufklärungsarbeit im Heimatland betreiben und Präventionsarbeit in Deutschland. Es ist eine rabiate, extrem gewalttätige Tradition, die aus fadenscheinigen, religiösen Gründen ,,zelebriert” wird.
Doch im Grunde genommen ist es eine reine Machtdemonstration der afrikanischen Männerdomäne, die Beweise für die Jungfräulichkeit ihrer angeheirateten, oftmals viel zu jungen, Frauen erwarten, die noch immer in der Annahme leben, dass Frauen nichts weiter als pure Haushaltsobjekte sind. weiterlesen »
Barrierefreiheit ist ein breiter und großzügiger Begriff. Es gibt allerhand nebulöse Grauzonen und verwischende Grenzen, die ineinander übergehen. An vorderster Front ,,kämpfen” allerdings meist die Toleranz, die Offenheit und der Respekt, wenn es darum geht, barrierefrei zu denken.
In meinem heutigen Beitrag versuche ich, dass hoch propagierte Thema ,,Wunder” zu analysieren und die Therapiesucht zu beleuchten. Es ist oft so, dass Menschen an Wunder glauben. Ist ja auch eine logische Konsequenz des menschlichen Verstandes: Wunder geben Kraft und Hoffnung, Wunder beflügeln die Fantasie und manchmal, manchmal passieren sie auch tatsächlich.
Und da der Mensch sich gern selbst sehr wichtig nimmt, glaubt er auch daran, ein auserwähltes Exemplar zu sein, etwas Besonderes, weshalb ihm natürlich irgendwann ein Wunder gegönnt werden wird. weiterlesen »
Deutschland sitzt auf einem Schuldenberg und deshalb muss auch der Bürger deutlich sparen oder für den Staat drauf zahlen. Das könnten wir ja gerade eben noch so zähneknirrschend akzeptieren, aber worüber ich vorhin gestolpert bin, das geht im Grunde einfach mal überhaupt nicht!
Ein Mensch, der erblindet oder schon blind zur Welt gekommen ist, hat es im Leben nicht leicht, da der Mensch zur Orientierung meistens seine Augen nutzt. Wir lesen mit ihnen, erkennen, kommunizieren, nehmen wahr, sehen und genießen unsere Welt. Und das ist nur ein kleiner Bruchteil von dem, was ein blinder Mensch kompensieren muss. weiterlesen »
Im letzten Artikel habe ich es ja schon angedeutet: Viele behinderte Menschen leben in sogenannten ,,Einrichtungen”, wenn die Familie mit der Betreuung des Menschen überfordert ist.
Viele Familien haben oft Probleme, wenn es darum geht, sich um ein behindertes Familienmitglied zu kümmern. Das ist oft keine ,,Herzlosigkeit” oder die ,,Verantwortung” von sich schieben wollen, sondern oft sind es schlichtweg existentielle Gründe wie das Zeitmanagement. Viele haben einfach nicht soviel Geld, dass sie sich die Zeit, die ein behinderter Mensch nunmal einfach braucht, nehmen können. Sie müssen arbeiten und Kinder ernähren, haben Verpflichtungen und sind dadurch auch schon völlig ausgelaugt.
Deshalb gibt es beispielsweise behinderten Wohnheime. Auch, wenn der Ablauf dem eines Seniorenwohnheimes ähnelt, bitte nicht erschrecken, denn damit ist eigentlich nur gemeint, dass die Patienten gemeinsam essen, Hobbys und Veranstaltungen nachgehen können und oft sogar Arbeit intern finden, bei der sie sich einbringen können. Das heißt, sie fühlen sich gestärkt, gebraucht, umsorgt und geliebt. Denn hier arbeiten Ärzte, Pfleger und Psychologen, die alle die Förderung des Betreffenden im Sinn haben. weiterlesen »
Ein Tag vor Weihnachten. Die drei besinnlichsten Tage stehen vor der Tür, der Weihnachtsmann klopft schon pochend an schwere Holztüren, Kinderstimmchen stimmen das eingeübte Gedicht an.
Familien rücken vor kuscheligen Kaminen näher aneinander, vielleicht bei einer heißen Tasse Kakao und erzählen sich mit rot glühenden Wangen Weihnachtsgeschichten, während die Atmosphäre sich wie eine Decke über die Herzen legt. Kekse backen und den Weihnachtsbaum schmücken, der Duft des Bratens schwebt auch schon über die kalten Flure.
Kinder sind aufgeregt und in den Straßen verebt gerade der letzte Einkaufsfluss, es tröpfelt nur noch vereinzelt und einsam hier und da in kauzigen Ecken. weiterlesen »
Diese Geschichte berührt derzeit Deutschland: Ein einigermaßen junges Mädchen heiratet mit Anfang zwanzig einen Mann. Das Glück glänzt hochpoliert aus allen Fugen, bis es einen tiefen Kratzer abbekommt: Ihr Mann hat Krebs.
Das alleine liest sich schon wie aus einem schlechten Drama. Irgendwie mag man gar nicht weiter lesen, diese Tragödie kratzt an den tiefsten Eingeweiden der eigenen Seele. Der wahr gewordene Alptraum.
Das Mädchen ist so alt wie ich – Anfang zwanzig. Verliebt sich Hals über Kopf in den berühmten Nachbarsjungen, der schüchtern zu ihr herüber lächelt. Die Liebe ist groß, die Herzen und Träume ebenso, deshalb beschließen die beiden, schnell zu heiraten. Kinder, gemeinsame Wohnung, alles erscheint wie ein Traum aus einem Jahrhundertsommer. Der Himmel ist immer blau, die Straße flirrt und die Finger kleben von zuviel süßem Eis. weiterlesen »
Beim Surfen durch das Inernet bin ich über einen schon etwas älteren, erschütternden Artikel gestolpert. Eine Frau, glücklich schwanger, die ihr behindertes Baby abtreibt.
Ich habe ja schon vor einigen Monaten mal darüber geschrieben, was ich über Spätabtreibungen denke, wenn es darum geht, Babys mit einer Behinderung abzulehnen.
In dem Artikel geht es um eine Frau, die ein normales Leben führt. Mit einem Mann, der mehr oder weniger zuverlässig ist, durchschnittlichem Kinderwunsch und einem plötzlich rund gewordenen Bauch. weiterlesen »
Oft brauchen behinderte Menschen einen fest geregelten Alltag, der ihnen hilft, ein sicheres Fundament für ihr Leben zu empfinden.
Oft ist es für Außenstehende schwer, auf einen behinderten Patienten richtig einzugehen, da dieser oftmals sehr starre und feste Regeln mitbringt, die streng eingehalten werden müssen. Davon abzuweichen bedeutet für den Menschen oft eine grausame Qual, die er zumeist auch nicht versteht und nicht begreifen kann.
In einem festen Rahmen kann ein geistig behinderter Mensch sich meistens besser zurecht finden, er kann sie abtasten und als festes Fundament für seine Entwicklung benutzen. Wenn dieses Fundament jedoch wackelig, rutschig oder irgendwie unsicher ist, fehlt die Grundlage für das geistige Wachstum.
Besonders für diese Menschen sind Regeln wichtig, da sie ihm helfen, sich vorwärts zu bewegen. Während für die ,,normalen“ unter uns es genau umgekehrt ist: Je abwägiger die Umwelt, desto offener und gelassener kann der Mensch darauf reagieren und sich entwickeln. Da behindern die Regeln eher.
Problematisch ist allerdings die Tatsache, dass vielen Menschen das Fingerspitzengefühl fehlt, um auf die Betroffenen einzugehen. Sie verstehen nicht, dass die fehlenden Regeln dem Patienten den regelrechten Boden unter den Füßen entzieht, da dieser es selber auch oft nicht erklären kann. Das sind unbewusste Bewegungen und Reaktionen, über die Betroffene Bescheid wissen müssen – auch, wie man mit diesen fertig wird und mit ihnen umgeht.
Deshalb sollte man immer ruhig und gelassen bleiben, um heraus zu finden, was dem betroffenen Menschen nun wirklich fehlt. Manchmal sind das nur alltägliche Kleinigkeiten wie der morgendliche Kakao zum Frühstück, der das behinderte Kind aus der Fassung bringen lässt. Da das Kind uns oft nicht mitteilen kann, dass es genau der Kakao ist, der das Problem darstellt, müssen wir selbst mit offenen Ohren und Herzen hinhören, um eine Sprache zu lernen, die für uns oft noch fremd ist.