Tiere sind nicht nur unsere besten Freunde, loyal und treu ergeben, fürsorglich und wohl die ehrlichsten Wesen, die man sich vorstellen kann, sondern sie sind auch unsere Helfer, die unseren Alltag begleitend unterstützen.
Besonders für diejenigen, die nicht behindert geboren, sondern durch einen Unfall oder Krankheit behindert werden, ist es schwer, sich mit der plötzlichen Einschränkung anzufreunden. Die einfachsten Dinge wachsen sich auf einmal zu unüberwindbaren Bergen aus und die Wanderschaft auf diesen erscheint einem im Moment noch wie eine halsbrecherische Klettertour, obwohl man schlimme Höhenangst empfindet. weiterlesen »
Das Tiere auf die Seele des Menschen einen positiven Einfluss haben, sollte allgemein bekannt sein. Jedoch insbesondere für behinderte Menschen kann er eine ernorme Bereicherung darstellen!
Ein Mensch, der gerade erst behindert ,,geworden” ist, zieht sich oftmals gerne erst einmal zurück. Die Welt erscheint wie ein Monster aus den Höllentoren, welches nur darauf wartet, einen wieder in seinen Schlund zu zerren. Es tut weh, als einziger unter vielen irgendwie geschädigt und in seiner Handlungsfähigkeit beschränkt worden zu sein. Und das für immer. Kein Wunder, dass so manch Behinderter beginnt, sich in eine eigene Welt zurück zu ziehen, soziale Kontakte zu beschränken und droht, in seiner Lethargie zu verfallen. weiterlesen »
Die Hippotherapie - manchmal liest man auch von Reittherapie oder ähnlichem, doch gemeint ist immer eine Therapie mit Pferden. Besonders Menschen mit halbseitigen Lähmungen oder Muskelverkrampfungen hilft diese Methode.
Diese Therapiepferde sind nicht x-beliebige Pferde vom Tiermarkt, sondern speziell ausgewählte Pferde mit einem ruhigen Gemüt, so dass den Menschen durch die ausstrahlende Ruhe der Pferde im Vorfeld schon die Angst genommen wird.
Menschen mit einer halbseitigen Lähmung lernen durch diese Therapieform beispielsweise ein Gefühl für ihre Körpermitte zu entwickeln. Auf dem Pferd zu sitzen erfodert ein aktives Ausgleichen der Bewegungen des Tieres, somit werden bisher zu wenig belastete Muskeln gefordert und andere Muskelpartien können sich entspannen. Doch davon abgesehen schafft selbstständiges Reiten ein großes Selbstvertrauen. Es können Freundschaften mit dem Pferd aufgebaut werden und einfach unvergessliche Erfahrungen mit diesen großen Tieren gemacht werden. Allerdings ist die Hippotherapie kein Allheilmittel es gibt einige Erkrankungen und Behinderungen die sich durch Reitstunde eher verschlimmern würden.
Menschen mit einer Entzündung der Wirbelsäule oder einem aktiven Schub von Multipler Sklerose sollten lieber nicht auf ein Pferd steigen. Wenn Thrombosen oder Embolien zu befürchten sind ist von diese Therapie ebenfalls abzuraten. Auch Patienten mit Bluterkrankeit oder eben einer Pferdehaar-Allergie sollten sich besser über andere Optionen informieren.
Doch leider wurde vor sechs Jahren die Hippotherapie aus den Katalogen der Krankenkassen gestrichen. Die Gründe liegen auf der Hand, die Hippotherapie ist sehr teuer. Und der therapeutische Nutzen stünde nicht im Verhältnis. Aber meiner Meinung nach liegt der Nutzen der Hippotherapie eben nicht im messbaren Bereich. Natürlich hilft er Muskelverkrampfungen zu lindern, eine bessere Balance zu erhalten und so weiter, dass man das auch auf anderem Wege erreichen kann, dem stimme ich voll und ganz zu. Doch was ist mit der seelischen Verfassung der Betroffenen? Ein Gerät aus Eisenstangen und Schaumstoffpolstern freundet sich nicht mit mir an. Es hat auch keinen eigenen Willen mit dem ich mich auseinander setzen muss. Ich kann mich damit nicht unter freiem Himmel bewegen. Ich finde es unverantwortlich von den Kassen diese Leistung einfach so zu streichen.
Wer sich für diese Therapieform interessiert kann sich zum Beispiel an das “Deutsche Kuratorium für therapeuthisches Reiten” wenden. Hier kann man nähere Informationen zum therapeutischen Reiten und zu angebotenen Reitbeteiligungen erhalten
Der Hund als bester Freund des Menschen. Dieses Sprichwort ist tatsächlich wahr, denn sogenannte Assistenzhunde leisten wirklich unglaubliches. Vor über 100 Jahren wurde die Idee im Verein für Sanitätshunde geboren.
Ein Führgespann besteht aus Mensch und Hund, wobei der Mensch der Navigator und der Hund der Pilot ist. Im Prinzip gibt es keine Beschränkung, welche Hunde zum professionellen Helfer ausgebildet werden, besonders beliebt sind jedoch Königspudel, Riesenschnauzer, Deutsche Schäferhunde, Labrador Retriever und Golden Retriever. Rassen mit hohem Aggressionspotential oder zu geringer Körpergröße sind natürlich ungeeignet. Nachdem die Welpen mit einem speziellen Welpentest ausgewählt wurden, leben sie für ein Jahr in ausgewählten Patenfamilien. In diesen Familien wird der Junghund sozialisiert.
Danach wird mit der Ausbildung begonnen. Eine solche Ausbildung ist recht lang und zeitaufwendig, denn schließlich muss das Tier viele Aufgaben teilweise auch ganz selbstständig übernehmen. Der Hund muss sogar lernen, Befehle seines “Navigators” zu missachten, denn sieht oder hört er beispielsweise ein Auto auf der Straße kommen, so muss er trotz Befehl stehen bleiben, um sein Herrchen oder Frauchen zu schützen.
Der Blindenführhund im Dienst ist ganz leicht an dem weißen Geschirr zu erkennen an dem sein Besitzer ihn hält. Diese Hunde sind an vielen Orten zugelassen, an denen normale Hunde nicht gestattet sind. So können Blinde und stark Sehbehinderte ihre treuen Begleiter mit in Lebensmittelgeschäfte oder in die Personenkabine des Flugzeugs nehmen. Dies ist veterinärrechtlich erlaubt, darauf können die Ladenbesitzer ruhig hingewiesen werden.
Was die Kostenübernahme der Krankenkassen betrifft, so zählt der Hund als “allgemeines Hilfsmittel“, falls er nicht im Katalog der Kasse aufgeführt ist. Wie ihr am besten einen sogenannten Antrag auf Versorgung mit einem Blindenführhund stellt könnt ihr genauer beim Deutschen Verein für Blindenführhunde und Mobilitätshilfen e. V. (DVBM) auf dieser Seite nachlesen.