Barrierefrei

Behinderungen im Alltag
 


barriefreies Reisen

Autor: Julia
abgelegt in: Alltag

Wer behindert ist, ist oftmals schon heilfroh, wenn er seinen Alltag konstruktiv meistert. Der Urlaub und das damit verbundene Reisen wird oft in den Hinterkopf verbannt, wo es einstaubt und Frust ansammelt.

Urlaub © Pixelio/Lothar_HenkeAber das Reisen sollte man sich auch als gehandicapter Mensch nicht nehmen lassen! Im Gegenteil. Die Barrierefreit wird mittlerweile auch immer internationaler – will heißen, auch andere Länder wollen mitziehen und richten ihr Augenmerk immer öfter auf die behinderten Menschen in unseren Reihen. Allerhand Unternehmen bieten Gruppenreisen für behinderte Menschen an oder die Betreuung dieser. Zusätzlich gibt es allerhand Informationen im Netz, wo man barrierefrei übernachten kann. Welche Urlaubsziele sich auch überhaupt gut für barrierefreies Urlauben eignen.

Vielleicht hat unser Betroffener ja Familie, die mit ihm reisen oder Verwandte bzw. Freunde, die Lust auf traute Gemeinsamkeit haben. So wäre der Mensch mit der großen Herausforderung nicht alleine und darf sich auf tatkräftige Unterstützung freuen. Mal davon abgesehen, dass Urlaub mit mehreren Menschen immer schöner ist, als alleine herum zu irren ;-) .

Problematisch dürfte allerdings die Reise an sich werden. Zumindest, wenn es weiter weg sein soll. Denn viele Flughäfen und Fluggesellschaften stellen sich zum Thema ,,Barrierefreiheit” ziemlich zickig an. So gibt es einige Fluggesellschaften, die sich strikt weigern, behinderte Menschen überhaupt zu transportieren, da hierfür kein ausreichendes Personal zur Verfügung stünde. Eine bodenlose Frechheit, wie ich finde! Und eine eiskalte Diskrimination, wie sie mir als Gänsehaut über den Rücken kriecht. Und auch das mit dem Rollstuhl offeriert sich manchmal als äußerst komplex. Zum Beispiel gibt es einige Länder, in denen der Rollstuhl im Schlund des Chek-Ins verschwindet und man sich mit einem internen Rolli begnügen muss. Das ist noch okay. Immerhin wird schrittweise auf den behinderten Menschen zugegangen.
Daher ist es unabdingbar, dass man sich im Vorfeld informiert, wie man zu seinem Reiseziel zu kommen gedenkt. Und ob es nicht vielleicht einfachere Alternativen gibt.

Auf jeden Fall: Man sollte sich den Spaß am Reisen nicht nehmen lassen! Ganz im Gegenteil. Den engen Rahmen des betonierten Alltags zu verlassen, kann oft wahre Wunder auf das eigene Gemüt bewirken. Man ist ausgelassener, entspannter und kann allerhand neue Eindrücke auf sich wirken lassen. Klar, dass die Behinderung da schnell zur Randfigur des Geschehens wird ;-) und man selber zu einem kleinen Entdecker, der die Welt erobert :-) .


Mit dem Rollstuhl in die Ferien.

Autor: Pia
abgelegt in: Reisen

So langsam wird es Zeit sich über die Sommerferien Gedanken zu machen und sich etwas Schönes zu suchen, bevor alles ausgebucht ist. Auch schon ohne Einschränkungen ist die Ferienplanung nicht gerade einfach. Wo soll es hingehen? Strand oder Berge? Und in welches Land?

Segeln mit Rollstuhl Flickr © / Powi… (ponawi)

Doch mit einem Rollstuhl unterwegs zu sein macht die Sache noch einmal schwieriger. Nicht jedes Hotel hat ein geeignetes Zimmer und das ist auch nicht immer verfügbar. Die Reise will außerdem wesentlich genauer geplant sein. Gibt es in dem gewünschten Ort denn ein paar schöne Restaurants in die man ohne Probleme mit Rollstuhl gelangt? Und wie sieht es mit dem Zugang zum Strand aus? Das alles will vorher geklärt sein. Am Besten ihr schreibt einen E-Mail an das Tourismus-Büro des jeweiligen Ortes und lasst euch eine Liste mit eben solchen  Hotels, Restaurants, Stränden und so weiter schicken. Das ist einfacher als alles selbst zusammen zu suchen.

Doch es gibt auch im Internet zahlreiche Seiten, auf denen ihr Hotels und Ferienwohnungen nach dem Kriterium “Behinderten-gerecht” suchen könnt. Und schließlich gibt es auch immer noch Reisebüros in denen ihr euch persönlich beraten lassen könnt. Ich möchte euch empfehlen parallel selbst nach Flügen und Unterkünften zu suchen, damit ihr gut einschätzen könnt ob die Preise gerechtfertigt sind oder nicht. Außerdem macht so eine Reiseplanung gorßen Spaß, denn Vorfreude ist bekanntlich ja die schönste Freude!


Reisen mit Rollstuhl

Autor: Sabrina
abgelegt in: Reisen

Wenn einer eine Reise tut. Tja wenn. “Normale“ Menschen steigen dazu morgens in den Bus, fahren an den Bahnhof und steigen in ihren Zug.
Bei mir und meinem ständigem Begleiter, meinem Rollstuhl, geht das nicht so einfach.

Wie oft stand ich schon an der Bushaltestelle und statt des im Fahrplan ausgeschriebenen Niederflurbusses, kam ein Bus ohne diese bequeme Einstiegshilfe.

Ich habe nun das Glück, in einer Stadt zu leben, die einen Sackbahnhof hat. Mindestens keine Barriere um bis zum Bahngleis zu kommen. Keine Suche nach den Aufzügen

Beim Einsteigen in den Zug brauche ich dann wieder Hilfe. Und im Zug ist es auch nicht gerade angenehm mit meinem Begleiter Rollstuhl.

Alleine und spontan verreisen ist also nicht so einfach möglich.

Mittlerweile gibt es verschiedene Reiseveranstalter, die sich auf besondere Menschen wie mich, spezialisiert haben.
Heutzutage kann ich sogar einen Strandurlaub buchen. Bei den Formalitäten am Flughafen und im Hotel hilft mir jemand von den Reiseleitern. Die Hotels sind Barrierefrei.

Die Reisen sind Gruppenreisen. Ich komme mit besonderen Menschen wie mir zusammen. Trotzdem habe ich die Möglichkeit mich zurück zu ziehen, falls es mich danach gelüstet.

Ich würde gerne mal mein Urlaubsziel mal nach meinen Wünschen aussuchen und nicht nach meinen Bedürfnissen.
Eine Woche im Rheingau ist kaum möglich, da die meisten Hotels nicht behindertengerecht ausgestattet sind.