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Bethel in Bielefeld: Gemeinschaft verwirklichen

Bethel, mit den von Bodelschwinghschen Anstalten, lebt seit Jahren das Konzept der guten Integration.

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Bethel ist eine kirchlich geprägte Stiftung, die ihren Hauptsitz im ostwestfälischen Bielefeld hat. Dort leben Menschen mit Epilepsie, geistiger Behinderung, körperliche Behinderung und psychischen Beeinträchtigungen. Durch die Dezentralisierung der Stiftung, gibt es mittlerweile in mehreren Bundesländern Bethel-Ableger. Es werden insgesamt 150.000 Menschen durch das Angebot, welches die Stiftung Bethel stellt, betreut. Was hat es mit den „von Bodelschwinghschen Anstalten“ auf sich? Wen sprechen sie an? Und was sind ihre Grundsätze?

Bethel – eine Gemeinschaft in Bielefeld

Bethel wurde bereits 1868 als Einrichtung für Kinder und Jugendliche, in der Stadt Bielefeld, gegründet. Damals richtete sich, es gab nur ein Haus, das Angebot an Epilepsie-Patienten. Durch ihr Krankenbild waren Menschen, die unter Epilepsie litten von der Gesellschaft vielmals ausgegrenzt. Fünf Jahre später übernahm der Pastor Friedrich von Bodelschwingh die Leitung der Einrichtung, die heute nach ihm benannt ist. Später übernahm sein Bruder die Leitung. In den letzten Jahrzehnten hat Bethel seine Aufgabenfelder und das Hilfsangebote ausgeweitet. Heute gibt es als Angebot: Altenhilfe, Arbeit für behinderte Menschen, Behindertenhilfe, Betriebe, Epilepsie, Hospiz, Jugendhilfe, Krankenhäuser, Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen, Psychiatrie, Schulen  und die Wohnungslosenhilfe. Um all dies zu bewältigen sind heute über 15.000 Mitarbeiter in Bethel angestellt.

Das Angebot ist vielfältig und auf die Bedürfnisse zugeschnitten

Frei nach der Idee von Namensvetter Friedrich von Bodelschwingh, bietet Bethel ein vielfältiges Arbeitsprogramm in Werkstätten für jedes Bedürfnis. So war Bodelschwingh der Meinung: „Einem arbeitsfähigen Menschen Arbeit geben ist stets viel barmherziger, als ihm ein Almosen geben; ersteres hebt ihn, letzteres entehrt ihn.“

Fördern statt fordern

Das Angebot ist vielfältig. Es reicht von den unterschiedlichsten Werkstätten, in denen Menschen mit Behinderung, psychischen oder anderen Beeinträchtigungen unterkommen können und dort entsprechend, von qualifizierten Mitarbeitern, gefördert werden. Es geht dort nicht darum, dass ihnen Arbeit abgenommen wird, sondern, dass sie gezielt gefördert werden, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es gerne hätten. Natürlich muss man wenn man in einer Wohngruppe wohnt auch mal sein individuelles Interesse hinten anstellen, doch die Mitarbeiter sind wirklich bemüht, es jedem Recht zu machen.
Bethel selbst sagt zu den Grundsätzen: „Sie alle, die in Bethel leben, lernen oder arbeiten, sollen ihr Leben annehmen, ihren Weg finden und sich mit ihren besonderen Gaben entfalten können.“ Dies fasst wahrscheinlich am besten zusammen, was die Bethel-Gemeinschaft von irgendwelchen Heimen unterscheidet.

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