Barrierefrei

Behinderungen im Alltag
 


Behinderte Menschen müssen im Flugzeug am Fenster sitzen, weil sie sonst den Fluchtweg einschränken

Autor: Julia
abgelegt in: Alltag

Das Thema ,,Reise als behinderter Mensch” hatten wir ja bereits. Und dass hierbei hinsichtlich der Barrierefreiheit noch viele Barrieren aus dem Weg geräumt werden müssen.

Flugzeug

Beim Stöbern durch das Internet stieß ich über einen Blog, der sich darüber ereiferte, was wohl letztens bei einem Flug passiert ist. Ein blinder Mensch wollte nicht am Fenster sitzen und tauschte stattdessen mit seinem gesunden Sitznachbarn. Wäre ja alles kein Problem gewesen, wenn die Stewardessen den behinderten Menschen nicht deshalb beinahe aus dem Flugzeug befördert hätten!

Klingt erst einmal unglaubwürdig, nicht wahr? Ich dachte zuerst auch an einen ganz miserablen Witz. Aber das war es leider nicht. Viele Fluggesellschaften haben es sich zur Regel gemacht, dass behinderte Menschen am Fenster sitzen müssen, da sie, im Falle eines Notfalls, den gesunden Menschen so bei der Flucht nicht im Weg herum sitzen.

Unglaublich? Leider nein. Sondern bittere Realität. Ich finde das diskriminierend, so, als wäre das Leben eines behinderten Menschen weniger wert. An solchen Beispielen sehen wir leider immer wieder, das bezüglich der angeblichen und hoch bejubelten Barrierefreiheit noch viel passieren muss. Denn viele Kleinigkeiten – auch oder gerade in internationaler Hinsicht – sorgen immer noch für ein behindertes Leben – nicht, weil man behindert ist, sondern weil die Gesellschaft selbst behindert.


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1 Kommentar to “Behinderte Menschen müssen im Flugzeug am Fenster sitzen, weil sie sonst den Fluchtweg einschränken”

  1. hannah schreibt:

    Hallo julia,

    ich selbst arbeite als persönliche assistentin einer studentin im rollstuhl und da sie sich entschlossen hat in kanada zu studieren habe ich auch schon einige flüge mit ihr hinter mir.

    WAs du beschreibst hat nichts mit diskriminierung zu tunh, sondern fängt schon beim klo gehen an. Wenn ich am fenster sitze und aufs klo muss, so muss sie sich jedesmal mühsam selber anheben, da ich nicht mal genügend bewegungsfreiheit habe um ihr auf zu helfen. Weiters werden Menschen nunmal leicht hysterisch wenn es zu einem ernstfall kommt und die Gefahr, dass jemand einfach über sie drüber kraxelt und sie dabei verletzt ist somit sehr hoch. Die anordnung am Fesnter zu sitzen hat nichts mit diskriminierung zu tun, es gibt gerade bei langstreckenflügen auch noch die 3-6 plätze in der mitte der MAschiene, und wenn die plätze in der vordersten Reihen generell für behinderte Menschen freigehalten bzw reserviert werden würden wäre es am besten, da ich als assistentin auch den nötigen Platz habe um ihr beim aufstehen, klo gehen etc. zu helfen!
    Ich setzte mich auch stark für eine Barrierefreiheit in allen möglichen Bereichen ein und bei manchen Institutionen oder Transportmitteln gibt es noch immer Aufholbedarf (Busse, straßenbahnen) Aber ein Flugzeug ist nunmal in der Luft und der PLatz ist beschränkt, leider findet man nicht immer eine optimale Lösung!

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