Barrierefrei

Behinderungen im Alltag
 


Barrierefreiheit meint nicht nur den trockenen, pragmatischen Teil. Sondern Barrierefreiheit bedeutet auch das Recht auf Spaß, auf Erholung und auf Kulturgenuss. Das ist oft etwas, was der Tourismusbranche sauer aufstößt und bitter schmeckt. Dabei würde es sich auch für diese Branche durchaus lohnen.

Hotelzimmer

Wenn die meisten an Barrierefreiheit denken, denken sie an niedergesenkte Bordsteine, an Fahrstüle und Rolltreppen an der S-Bahn. Man denkt sogar an praktisches Wohnen und manchmal sogar endlich an barrierefreies Webdesign.
Doch das alles sind nur die praktischen, alltäglichen Aspekte. Die, die irgendwann einmal vielleicht Selbstverständlichkeit werden (sollen!). weiterlesen »


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In diesem Blog stelle ich euch ab und zu manche Behinderungen oder Erbkrankheiten vor. Denn ich kann es immer wieder nur betonen: Aufklärung ist ein wichtiges Bauteil im Fundament für eine ernst gemeinte Barrierefreiheit.

Rollstuhl

In meinen letzten Artikeln habe ich sie vermehrt angesprochen: die Querschnittslähmung. Allein dieses Wort löst ein beklemmendes Gefühl in der Brustgegend aus, denn im Grunde genommen kann sie uns alle treffen.
Siebzig Prozent dieser gefürchteten Behinderung wird nämlich durch Unfälle, oftmals mit dem Auto, ausgelöst. weiterlesen »


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Second Life fördert Barrierefreiheit

Autor: Julia
abgelegt in: Alltag

Barrierefreiheit ist ein moderner Begriff für Niederreißung jeglicher Schranken für den behinderten Menschen, die ihn daran hindern, sich so normal wie unsereins zu fühlen.

Auch im Internet ist Barrierefreiheit wichtig. Deshalb gibt es seit langem auch Diskussionen darüber, dass Webseiten zum Beispiel behindertenfreundlicher gestaltet werden sollten. Die Schrift sollte Funktionen haben, um größer geschaltet werden zu können. Für ganz erblindete Menschen wäre die Audioabrufung eine Möglichkeit, die einem den Inhalt einfach vorliest.

Das klingt alles gut und einleuchtend, oder? Jetzt bin ich aber über einen ,,interessanten” Artikel im Internet gestolpert, der die Barrierefreiheit bei Second Life behandelt. Also erst einmal: Second Life, hä? Das ist eine virtuell geschaffene 3-D Welt, in der man sich eine Person aussuchen und dann nach seinem Gedenken formen kann. Das ganze Leben wird so auf einer online Plattform simuliert. Und natürlich kann man hier auch andere Menschen treffen, die sich hier ihr Leben eingerichtet haben. weiterlesen »


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Wer in einem Rollstuhl sitzt oder kleinwüchsig ist oder ähnlich eingeschränkt, der hat oftmals massive Probleme bei den kleinsten Dingen im Alltag. Dinge, die wir als selbstverständlich erachten und schon gar nicht mehr richtig bewusst wahr nehmen.
Treppen steigen, spazieren gehen oder…. einkaufen.

Einkaufswagen

Selbstständig und alleine einkaufen kann jemand, der im Rollstuh sitzt, definitiv nicht. Barrierefreiheit wird in den abenteuerlichsten Varianten ausprobiert und realisiert, aber in vielen alltäglichen Gegebenheiten fehlt sie gänzlich. weiterlesen »


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barriefreies Reisen

Autor: Julia
abgelegt in: Alltag

Wer behindert ist, ist oftmals schon heilfroh, wenn er seinen Alltag konstruktiv meistert. Der Urlaub und das damit verbundene Reisen wird oft in den Hinterkopf verbannt, wo es einstaubt und Frust ansammelt.

Urlaub © Pixelio/Lothar_HenkeAber das Reisen sollte man sich auch als gehandicapter Mensch nicht nehmen lassen! Im Gegenteil. Die Barrierefreit wird mittlerweile auch immer internationaler – will heißen, auch andere Länder wollen mitziehen und richten ihr Augenmerk immer öfter auf die behinderten Menschen in unseren Reihen. Allerhand Unternehmen bieten Gruppenreisen für behinderte Menschen an oder die Betreuung dieser. Zusätzlich gibt es allerhand Informationen im Netz, wo man barrierefrei übernachten kann. Welche Urlaubsziele sich auch überhaupt gut für barrierefreies Urlauben eignen.

Vielleicht hat unser Betroffener ja Familie, die mit ihm reisen oder Verwandte bzw. Freunde, die Lust auf traute Gemeinsamkeit haben. So wäre der Mensch mit der großen Herausforderung nicht alleine und darf sich auf tatkräftige Unterstützung freuen. Mal davon abgesehen, dass Urlaub mit mehreren Menschen immer schöner ist, als alleine herum zu irren ;-) .

Problematisch dürfte allerdings die Reise an sich werden. Zumindest, wenn es weiter weg sein soll. Denn viele Flughäfen und Fluggesellschaften stellen sich zum Thema ,,Barrierefreiheit” ziemlich zickig an. So gibt es einige Fluggesellschaften, die sich strikt weigern, behinderte Menschen überhaupt zu transportieren, da hierfür kein ausreichendes Personal zur Verfügung stünde. Eine bodenlose Frechheit, wie ich finde! Und eine eiskalte Diskrimination, wie sie mir als Gänsehaut über den Rücken kriecht. Und auch das mit dem Rollstuhl offeriert sich manchmal als äußerst komplex. Zum Beispiel gibt es einige Länder, in denen der Rollstuhl im Schlund des Chek-Ins verschwindet und man sich mit einem internen Rolli begnügen muss. Das ist noch okay. Immerhin wird schrittweise auf den behinderten Menschen zugegangen.
Daher ist es unabdingbar, dass man sich im Vorfeld informiert, wie man zu seinem Reiseziel zu kommen gedenkt. Und ob es nicht vielleicht einfachere Alternativen gibt.

Auf jeden Fall: Man sollte sich den Spaß am Reisen nicht nehmen lassen! Ganz im Gegenteil. Den engen Rahmen des betonierten Alltags zu verlassen, kann oft wahre Wunder auf das eigene Gemüt bewirken. Man ist ausgelassener, entspannter und kann allerhand neue Eindrücke auf sich wirken lassen. Klar, dass die Behinderung da schnell zur Randfigur des Geschehens wird ;-) und man selber zu einem kleinen Entdecker, der die Welt erobert :-) .


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Ostkreuz wird barrierefrei©flick/by J-Cornelius

Jeden Tag fragt man sich beim ein- oder aussteigen am Berliner S-Bahnhof Ostkreuz, wie dieser Bahnhof von Menschen mit Behinderung, älteren Menschen oder Müttern genutzt werden soll. Weder ein Aufzug noch einer Rolltreppe kann sie ohne viel Mühe an ihr Ziel bringen.

Bereits vor einem Jahr haben die Sarnierungsarbeiten am Berliner S-Bahnof Ostkreuz begonnen und sie werden noch bis voraussichtlich bis zum Jahr 2017/2018 andauern.

Der 120 Jahre alte Bahnhof ist schon seit Jahren sanierungsbedürftig, da er weder Rolltreppen noch Fahrstühle besitzt und man jeden Tag Zeuge davon wird, viele Menschen sich die Treppen hinab-bzw hinauf quälen.

Gerade an Berlins S-Bahn-Knotenpunkt wird diese Sanierung dringend fällig. Täglich steigen hier bis zu 140.000 Menschen ein, aus und um.

Am neu erbauten Berliner Hauptbahnhof ist es den Planer schon gelungen, den gesamten Bahnhof barrierefrei zu gestalten. Bleibt nun zu hoffen, dass auch am Ostkreuz bald alle Menschen ohne viel Mühe ein-, aus- und umsteigen können.


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Hamburger Hochbahn wird barrierefrei

Autor: Julia
abgelegt in: Politik

In Hamburg unterwegs zu sein bedeutet meistens Stress: Besonders zu der Rush Hour ist in den öffentlichen Verkehrsmitteln oftmals der ,,Teufel los”.

Wer da in einem Rollstuhl daher gerollt kommt, hat es meist nicht einfach. Drängende Menschenmassen, die Türen piepen schon und – Jungfernstieg © Pixelio/RainerSturmSchwupps – ist die Bahn auch schon weg. Daher versucht die HVV seit den 80er Jahren die öffentlichen Verkehrsmittel in Hamburg immer mehr behindertengerechter zu gestalten.

Die Busse sollen Niederflurtechnisch ausgerüstet werden und anhand von Rampen auch für Rollstuhlfahrer passierbar sein. Auch werden immer mehr Haltestellen nach dem barrierefrei-Motto umgebaut: Rampen, Fahrstühle und Rolltreppen sorgen dafür, dass der Behinderte auch dort ankommt, wo er hinmöchte. Und nicht hilflos vor den unüberwindbaren Treppenstufen ausharren muss.

,,Unser Ziel ist es, Ihnen so viel Barrierefreiheit wie möglich zu bieten. Wir versuchen überall dort auszugleichen, wo es für Sie schwierig werden könnte.” Erklärt sich die HVV auf der Webseite. Deshalb haben sie auch ein Schulungs- und Trainingsprogramm für Behinderte eingerichtet, das kostenlos genutzt werden kann. Zusätzlich gibt es noch eine Broschüre, die als PDF-Datei herunter geladen dem User detailliert erklärt, was sich die Stadt Hamburg zum Thema ,,Barrierefreiheit” ausgedacht hat.

Da ich selber in Hamburg wohne, weiß ich, wieviele U-Bahn-Haltestellen es gibt, die für einen Rollstuhlfahrer ohne fremde Hilfe unpassierbar wären. Daher finde ich es auch nur richtig, dass sie sich auch weiterhin um die versprochene Barrierefreiheit kümmert und tatsächlich dort anbaut, wo es auch nötig ist.


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,,Gefangen” im Rollstuhl

Autor: Julia
abgelegt in: Alltag

Ein Leben im Rollstuhl – Horrorvision?

Oftmals werden Kinder schon behindert geboren, aber manchmal schleicht sich eine Krankheit auch an, wie bei einer ererbten beispielsweise. Da beginnt ein junger Mensch ein ganz normales Leben und sieht sich plötzlich vor der Herausforderung, sich in vielerlei Hinsichten einschränken zu müssen. Und das vielleicht für immer.

Die meisten wehren sich dagegen. Wollen so selbstständig wie möglich bleiben und quälen sich die Treppenstufen lieber zu Fuß auch, anstatt den Rollstuhl zu benutzen und im Fahrstuhl hochzufahren. Zu groß lastet die Demütigung auf den eigenen Schultern und zu groß ist der Wunsch nach gesunden Beinen, Füßen, Rücken… . Sich ein Defizit eingestehen zu müssen, welches das ganze Leben umkrempelt, erfordert großen Mut und Willenskraft. Da ist das sich dagegen sträuben um einiges einfacher.

Wer aber erst einmal den Mut bewiesen und gelernt hat, zu seiner neuen Schwäche zu stehen, entdeckt vielleicht auch neue Stärken und verborgene Talente. Auf Dauer kann es nämlich sehr viel anstrengender sein, die Krankheit zu ignorieren und auszublenden, als sich im neuen Leben heimisch einzurichten. Der Rollstuhl soll einem ja nicht etwas ,,wegnehmen” – sondern vielmehr eine Bereicherung des Alltags darstellen, da er einem hilft, sich fort zu bewegen.

Diese Entwicklung passiert nicht von heute auf morgen. Sich mit der Krankheit und der neuen Behinderung ,,anzufreunden” braucht viel Zeit und viel Spielraum. Da ist es toll, wenn das Umfeld gelassen und auffangend reagiert und ein Netz bietet, in das der Mensch sich beherzt fallen lassen kann. Denn zweifeln ist menschlich, schwach sein auch. Nur wer verzweifelt, hat ein wirklich ernsthaftes Problem.

Und wie war das so schön? – Nur die stärksten und größten Menschen bekommen die größten Aufgaben. :-)


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Ein gesundes Selbstwertgefühl und -Bewusstsein fundiert auch mitunter auf der Tatsache, dass unser Körpergefühl ein gutes und sicheres ist.

Rollstuhlsport © Pixelio/Querschnitt

,,Sport ist Mord”? Na, von wegen! Insbesondere Behinderte sollten sich den sportlichen Ehrgeiz nicht nehmen lassen, denn körperliche Betätigung und Bewegung ist nicht einfach nur für den Muskelprotz gut, sondern wirkt sich auch auf andere Alltags-Facetten aus. weiterlesen »


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Oftmals lösen Behinderte in ihrer Umgebung Unbehagen aus – der eine möchte kein Mitleid, der andere weiß nicht, was sagen oder sich verhalten. Doch was, wenn auch der Behinderte sich daneben benimmt?

Rollstuhl © Pixelio/RainerSturm

Als ich letztens in der Innenstadt unterwegs gewesen bin, wurde ich ,,verfolgt”: Ein Rollstuhlfahrer beobachtete mich, folgte mir auf Schritt und Tritt und erwiderte auf näheres Nachhaken meinerseits: ,,Ich möchte doch nur das schöne Mädchen angucken. Darf ich das nicht?” – Natürlich durfte er. Nur eben nicht sich gleichzeitig in den Schritt fassen, sich sexuell stimulieren und das sogar ganz offensiv auf meine Kosten. weiterlesen »


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