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Behinderungen im Alltag
 


Alzheimer kann einen geliebten Menschen im Alter ganz und gar verändern. Die elementarsten Tätigkeiten werden plötzlich zur Herausforderung, das Erinnerungsvermögen lässt nach und das Wesen kann sich bis in die Bösartigkeit verkehren. Aber wie geht man als Angehöriger damit um? Wir haben ein paar Ratschläge für Sie.

Alzheimer ist eine Form der Demenz, die überwiegend im Alter auftritt und mit dem Verlust der geistigen Funktionen und der Verschlechterung kognitiver Leistungsfähigkeit einhergeht. Die Krankheit wirkt sich wie eine Art Behinderung auf Denken, Erinnern und Orientierung aus. Oft erkennen Alzheimer-Kranke nicht einmal ihre engsten Verwandten und Angehörigen wieder. Das tut in der Seele weh, ist aber keine böse Absicht des Erkrankten. Wie Sie am besten mit Demenz-Kranken in ihrem Umfeld umgehen, erfahren Sie hier.

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Psychische Erkrankungen sind in unserer schnelllebigen und hektischen Gesellschaft ein weit verbreitetes Phänomen. Vor allem Depressionen sind in der Bevölkerung stark vertreten.

Depressionen shattered.art66 ©Flickr

Hektik, Stress, Zeitdruck, Leistungsdruck, unerwartete und negative Ereignisse oder ein eintöniges Leben führen bei vielen Menschen zu psychischen Erkrankungen.

Psychische Erkrankungen bei jungen und alten Menschen

Leider lassen sich die Ursachen für psychische Erkrankungen nicht genau bestimmen. Zwar gibt es gewisse Auslöser wie Stress, Hektik, Leistungsdruck oder ein schlimmes Erlebnis, aber die konkrete Ursache liegt bei jeden betroffenen Personen selbst. Denn jeder Mensch ist ein Individuum und verarbeitet und reagiert auf Erlebnisse auf seine Art und Weise. So kann es sein, dass jemand mit Depressionen und ein anderer mit Angststörungen auf das Erlebte reagiert. Die Therapieform muss ganz speziell auf den Patienten zugeschnitten werden.

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Infantile Cerebralparese

Autor: Sabrina
abgelegt in: Eltern und Kinder

Unter Cerebralparese versteht man wörtlich übersetzt eine unvollständige Gehirnlähmung. Da diese Gehirnerkrankung in Folge einer frühkindlichen Schädigung manchmal schon im Mutterleib auftritt, spricht man von infantiler Cerebralparese. Diese zieht meist schwerwiegende Beeinträchtigungen und Verzögerung in der Entwicklung des Kindes nach sich.

Infantile Cerebralparese  ©Flickr.com/karindalziel

Infantile Cerebralparese – Gründe und Krankheitsbild

Die Gründe für infantile Cerebralparese liegen meist schon in der Schwangerschaft. Durch Mängelernährung, Drogen-, Akohol- und Nikotinmissbrauch, Unfälle wie schwere Stürze, Infektionskrankheiten wie Herpes, Röteln und Toxoplasmose, aber am häufigsten durch Sauerstoffmangel bei Frühgeburten, kann eine Hirnblutung oder Entzündungen der Hirnhäute beim Fötus ausgelöst werden, zu deren Folge leider häufig die infantile Cerebralparese zählt.
Je nach Lage der befallenen Hirnzellen kann es zu Bewegungsstörungen, Lähmungen, aber auch Rückfälle und Beeinträchtigungen in der geistigen Entwicklung kommen.
Spastische Anfälle, versteifte Körperhaltungen, Probleme mit Gleichgewichts- und Bewegeungskoordinationen, verzögerte bis gestörte Sprachentwicklung, Beeinträchtigungen in des Wahrnehmungsapparats, geistige Spätentwicklung, Muskelzittern, sowie Fehlstellung der Gelenke sind nur ein paar der Folgen, unter denen die Patienten ein Leben lang leiden.

Therapierbar ist die Krankheit leider nicht, die Symptome lassen sich jedoch sinnvoll behandeln. Orthopädische Operationen, Medikamente bei psychischen Störungen, Logopädie zur Sprachförderung, sowie Krankengymnastik und Ergotherapie gehören zu den gängigen Therapieformen und leisten wichtige Schritte zum Wohlbefinden der Erkrankten. weiterlesen »


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Mein bester Freund arbeitet seit einer ganzen Weile als Zivieldienstleistender. Anstatt die Waffe hoch zu halten, wollte er dem Sozialen Dienst helfen – und arbeitet jetzt jeden Tag mit behinderten Menschen zusammen.

Schulung

Ausgerechnet mein stiller, in sich gekehrter bester Freund, der gerne Computerspiele ,,zockt” und am Wochenende feiern geht. Jemand, der im ersten Moment nicht auffällt, der keiner Fliege etwas zuleide tun könnte und der sich eine Zivi-Stelle hat zuweisen lassen – weil es ihm ohnehin völlig egal gewesen ist.
Und jetzt sitzt er Tag ein, Tag aus zwischen Menschen, die geistig und/oder körperlich behindert sind, kauft Zigaretten für sie ein, tröstet bei Liebeskummer und hört sich verzweifelte Selbstgespräche an. weiterlesen »


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Oft brauchen behinderte Menschen einen fest geregelten Alltag, der ihnen hilft, ein sicheres Fundament für ihr Leben zu empfinden.

Oft ist es für Außenstehende schwer, auf einen behinderten Patienten richtig einzugehen, da dieser oftmals sehr starre und feste Regeln mitbringt, die streng eingehalten werden müssen. Davon abzuweichen bedeutet für den Menschen oft eine grausame Qual, die er zumeist auch nicht versteht und nicht begreifen kann.

In einem festen Rahmen kann ein geistig behinderter Mensch sich meistens besser zurecht finden, er kann sie abtasten und als festes Fundament für seine Entwicklung benutzen. Wenn dieses Fundament jedoch wackelig, rutschig oder irgendwie unsicher ist, fehlt die Grundlage für das geistige Wachstum.
Besonders für diese Menschen sind Regeln wichtig, da sie ihm helfen, sich vorwärts zu bewegen. Während für die ,,normalen“ unter uns es genau umgekehrt ist: Je abwägiger die Umwelt, desto offener und gelassener kann der Mensch darauf reagieren und sich entwickeln. Da behindern die Regeln eher.

Problematisch ist allerdings die Tatsache, dass vielen Menschen das Fingerspitzengefühl fehlt, um auf die Betroffenen einzugehen. Sie verstehen nicht, dass die fehlenden Regeln dem Patienten den regelrechten Boden unter den Füßen entzieht, da dieser es selber auch oft nicht erklären kann. Das sind unbewusste Bewegungen und Reaktionen, über die Betroffene Bescheid wissen müssen – auch, wie man mit diesen fertig wird und mit ihnen umgeht.

Deshalb sollte man immer ruhig und gelassen bleiben, um heraus zu finden, was dem betroffenen Menschen nun wirklich fehlt. Manchmal sind das nur alltägliche Kleinigkeiten wie der morgendliche Kakao zum Frühstück, der das behinderte Kind aus der Fassung bringen lässt. Da das Kind uns oft nicht mitteilen kann, dass es genau der Kakao ist, der das Problem darstellt, müssen wir selbst mit offenen Ohren und Herzen hinhören, um eine Sprache zu lernen, die für uns oft noch fremd ist.


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Tierische Medizin

Autor: Julia
abgelegt in: Allgemein

Das Tiere auf die Seele des Menschen einen positiven Einfluss haben, sollte allgemein bekannt sein. Jedoch insbesondere für behinderte Menschen kann er eine ernorme Bereicherung darstellen!

Delfin © Pixelio/my84

Ein Mensch, der gerade erst behindert ,,geworden” ist, zieht sich oftmals gerne erst einmal zurück. Die Welt erscheint wie ein Monster aus den Höllentoren, welches nur darauf wartet, einen wieder in seinen Schlund zu zerren. Es tut weh, als einziger unter vielen irgendwie geschädigt und in seiner Handlungsfähigkeit beschränkt worden zu sein. Und das für immer. Kein Wunder, dass so manch Behinderter beginnt, sich in eine eigene Welt zurück zu ziehen, soziale Kontakte zu beschränken und droht, in seiner Lethargie zu verfallen. weiterlesen »


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Ein gesundes Selbstwertgefühl und -Bewusstsein fundiert auch mitunter auf der Tatsache, dass unser Körpergefühl ein gutes und sicheres ist.

Rollstuhlsport © Pixelio/Querschnitt

,,Sport ist Mord”? Na, von wegen! Insbesondere Behinderte sollten sich den sportlichen Ehrgeiz nicht nehmen lassen, denn körperliche Betätigung und Bewegung ist nicht einfach nur für den Muskelprotz gut, sondern wirkt sich auch auf andere Alltags-Facetten aus. weiterlesen »


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Die Halliwick-Methode

Autor: Pia
abgelegt in: Behindertensport

Der Traum vom selbstständigen Bewegen wird mit festem Boden unter den Füßen meist nicht Unter Wasser © Flickr / whiskymacwahr. Doch im Wasser sieht die Sache schon etwas anders aus. 1949 fing der gelernte Ingenieur für Hydrodynamik an sich für den Mensch und das Wasser zu interessieren. Die Halliwick Methode entstand.

Das Konzept beruht auf der Auftriebskraft des Wassers. In diesem Element können sich auch schwerbehinderte Menschen entgegen der Schwerkraft bewegen. Das Schwimmen soll ohne Hilfsmittel, wie Schwimmreifen oder Schwimmflügel, erlernt werden. Somit muss jeder selbst sein Gleichgewichtsgefühl im Wasser ausloten. Schließlich ist das Leben von Hilfsmitteln, wie Rollstühlen, Treppenliften oder speziellen Haltegriffen schon genug geprägt. Hier können Bewegungen ausgeführt werden, die in manchen Fällen so noch nie so gemacht wurden. Eine wunderbare Erfahrung, die auch das Selbstbewusstsein für den Alltag unheimlich stärkt.

Das Halliwick Konzept eigenet sich für Menschen in allen Altersklassen und wird besonders in skandinavischen und angelsächsischen Ländern, so wie der Schweiz angewandt. Doch auch in Deutschland gibt es die Möglickeit ins blaue Nass einzutauchen. Das Schöne an dieser Therapieform ist der Spaßfaktor, denn hat man erst einmal seine Ängste überwunden und fühlt sich sicherer in dem neuen Element, dann ist es eine unvergleichliche Möglichkeit die alltäglichen Sorgen für eine Weile zu vergessen.


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Pferdekopf © Flickr / jurvetsonDie Hippotherapie - manchmal liest man auch von Reittherapie oder ähnlichem, doch gemeint ist immer eine Therapie mit Pferden. Besonders Menschen mit halbseitigen Lähmungen oder Muskelverkrampfungen hilft diese Methode.

Diese Therapiepferde sind nicht x-beliebige Pferde vom Tiermarkt, sondern speziell ausgewählte Pferde mit einem ruhigen Gemüt, so dass den Menschen durch die ausstrahlende Ruhe der Pferde im Vorfeld schon die Angst genommen wird.

Menschen mit einer halbseitigen Lähmung lernen durch diese Therapieform beispielsweise ein Gefühl für ihre Körpermitte zu entwickeln. Auf dem Pferd zu sitzen erfodert ein aktives Ausgleichen der Bewegungen des Tieres, somit werden bisher zu wenig belastete Muskeln gefordert und andere Muskelpartien können sich entspannen. Doch davon abgesehen schafft selbstständiges Reiten ein großes Selbstvertrauen. Es können Freundschaften mit dem Pferd aufgebaut werden und einfach unvergessliche Erfahrungen mit diesen großen Tieren gemacht werden. Allerdings ist die Hippotherapie kein Allheilmittel es gibt einige Erkrankungen und Behinderungen die sich durch Reitstunde eher verschlimmern würden.

Menschen mit einer Entzündung der Wirbelsäule oder einem aktiven Schub von Multipler Sklerose sollten lieber nicht auf ein Pferd steigen. Wenn Thrombosen oder Embolien zu befürchten sind ist von diese Therapie ebenfalls abzuraten. Auch Patienten mit Bluterkrankeit oder eben einer Pferdehaar-Allergie sollten sich besser über andere Optionen informieren.Pferd auf der Koppel © Flickr / jdj150

Doch leider wurde vor sechs Jahren die Hippotherapie aus den Katalogen der Krankenkassen gestrichen. Die Gründe liegen auf der Hand, die Hippotherapie ist sehr teuer. Und der therapeutische Nutzen stünde nicht im Verhältnis. Aber meiner Meinung nach liegt der Nutzen der Hippotherapie eben nicht im messbaren Bereich. Natürlich hilft er Muskelverkrampfungen zu lindern, eine bessere Balance zu erhalten und so weiter, dass man das auch auf anderem Wege erreichen kann, dem stimme ich voll und ganz zu. Doch was ist mit der seelischen Verfassung der Betroffenen? Ein Gerät aus Eisenstangen und Schaumstoffpolstern freundet sich nicht mit mir an. Es hat auch keinen eigenen Willen mit dem ich mich auseinander setzen muss. Ich kann mich damit nicht unter freiem Himmel bewegen. Ich finde es unverantwortlich von den Kassen diese Leistung einfach so zu streichen.

Wer sich für diese Therapieform interessiert kann sich zum Beispiel an das “Deutsche Kuratorium für therapeuthisches Reiten” wenden. Hier kann man nähere Informationen zum therapeutischen Reiten und zu angebotenen Reitbeteiligungen erhalten


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